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Qype: eat’n STYLE in Hamburg

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Hamburg

Der Delikatessenmarkt eat’n STYLE ist, auf Neudeutsch ausgedrückt, eine „Win-Win“-Situation für jeden Beteiligten.

  • Die Veranstalter erhalten von jedem Besucher bis zu 15 Euro Eintritt pro Tag plus bis zu 15 Euro pro Kochshow, die im Rahmen von eat’n STYLE stattfindet. Gleichzeitig dürften auch die Standbetreiber dafür zahlen, an eat’n STYLE teilnehmen zu können.
  • Die Standbetreiber finden eine ideale Zielgruppe vor, die ihre Konsumbereitschaft dadurch ausdrückt, dass sie Eintritt dafür zahlt, Delikatessen kaufen zu können – plus praktische Küchenhelfer, die sonst teilweise nur im Direktvertrieb erhältlich sind, also zum Beispiel bei Tupper-Partys (bunte Plastikdosen) und beim Höker-TV QVC (Butterbehältnisse, die keinen Kühlschrank benötigen).
  • Die Besucher erhalten einen exquisiten, wenn auch sehr willkürlich zusammen gewürfelten Überblick über internationale Spezialitäten, die selbst in besseren Feinkostgeschäft oft nicht erhältlich sind bzw. die man dort nicht so umfangreich vorm Kauf erst mal probieren kann.
  • Die beteiligten Promiköche finden bei ihren Soloshows ein insgesamt rund 7000 Personen starkes Publikum vor, dem gegenüber sie die beteiligten Sponsoren sowie ihre gleich vor Ort erhältlichen Kochbücher etwas ausführlicher anpreisen können, als das im TV möglich ist.

Ihre Kochshows werden übrigens vergünstigt angeboten, wenn man das Ticket gemeinsam mit der Eintrittskarte für eat’n STYLE kauft. Oder komplett umsonst: Heute (Sonntag) Nachmittag verteilten Hostessen kostenlose Karten für die jeweils gut einstündigen Auftritte von Johann Lafer und Sarah Wiener, mit denen offensichtlich sonst leer bleibende Sitze gefüllt werden sollten.

Beide Kochshows waren interessant, weil sie komplett unterschiedlich waren und hohe Niveauunterschiede offenbarten.

Sarah Wiener holperte sich durch ein Drei-Gänge-Menü, das so anspruchslos war, dass es selbst einen Koch-Dilettanten wie mich unterfordert hätte. ;-) Und dessen ersten beiden Gänge so langweilig herüberkamen, dass ich sie freiwillig auch niemandem anbieten würde: als Vorspeise ein fies ausschauendes frittiertes (!) Mozzarella-Sandwich, als Hauptspeise ein bis auf Parmesan-Zugabe komplett ungewürzter Kürbisauflauf.

Die Nachspeise, eine aus Mürbeteig, kandiertem Honig und schnell halbierten Birnen zusammen geworfene Tarte Tartin, wirkte annehmbar. Die Hauptarbeiten leisteten dabei jedoch Wieners Assistent sowie Helferlein aus dem Publikum (das Diminuitiv wähle ich bewusst, da sich darunter – wohl wegen des Niedlichkeitsfaktors – zwei kleine Kinder befanden).

Lafer hingegen legte sehr viel mehr selbst Hand an. Obwohl er genauso intensiv und amüsant mit dem Publikum plauschte wie Sarah Wiener, schüttelte er in knapper Zeit souverän und entspannt ein aufwändiges Gourmetmenü aus dem Ärmel. Den sechs aus dem Publikum rekrutierten Probanden war der Neid der übrigen 694 sicher, als die sahen, was Lafer zusammenzauberte. In der zweiten Sitzreihe wurden wir schon allein anhand der Düfte, die von der Bühne ins Publikum waberten, von Lafers Künsten überzeugt.

(Wer sich näher für Lafer interessiert, dem kann ich einen lesenswerten und sehr lustigen Artikel meines Freundes und Kollegen Peter Wagner empfehlen: „In den Klauen des Nasenmannes“.)

Weitere eat’n-STYLE-Termine in 2008:

24. bis 26. Oktober 2008: München
14. bis 16. November 2008: Köln

Mein Beitrag zu eat’n STYLE – Ich bin PJebsen – auf Qype

Auch der geschätzte bosch berichtet in seinem Blog über eat’n STYLE (mit schönen Fotos).

Written by Peter Jebsen

8. September 2008 um 9:01

3 Antworten

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  1. […] Wer gern noch einen weiteren Rückblick zur Messe lesen möchte, der schaue bei Sozialgeschnatter nach. Tags: „eat ’n STYLE“, Köche, Küche, Kochen, Kulinarisches, […]

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  2. […] http://www.Sozialgeschnatter.de (beta) « Qype: eat’n STYLE in Hamburg […]

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  3. Das Schönste war die schwarzeStoof-Wand um das „Kochtheater“. Ein wenig wie der heilige Stein in Mekka!

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    loco en la cocina

    9. September 2008 at 16:11


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