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Wer, bitteschön, braucht Petersilie??? Ein Rant.

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Diesen Rant habe ich als Fingerübung in Sachen Bloggen 2007 erstmals anderswo gepostet. Inhaltlich und formal stehe ich immer noch hundertprozentig dahinter. (Ich komme jetzt wieder darauf, da ich mich kürzlich mit Stevan Paul u. a. über verhasste Zutaten unterhielt. Im persönlichen Gespräch – demnächst hier nachzulesen – deutete ich meinen Hass aus Zeitgründen nur kurz an. Hier folgen die Details.)

„Parsley Flat“ von Donovan Govan. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Parsley_Flat.jpg#/media/File:Parsley_Flat.jpg

„Parsley Flat“ von Donovan Govan. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Parsley_Flat.jpg#/media/File:Parsley_Flat.jpg

Ich liebe Kräuter!

Bärlauch, Basilikum, Dill, Estragon, Fenchel, Koriander, Kresse, Lavendel, Majoran, Minze, Oregano, Rucola, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Waldmeister, Zitronengras und Zitronenmelisse sind als Gewürze großartig – und zudem gesund.

Aber wer, zum Teufel, ist auf den Gedanken gekommen, dass Petersilie etwas anderes als ein Un-Kraut sein könnte? Und dass es vielleicht sogar, wie es im ansonsten von mir sehr geschätzten Blog „1 x umrühren“ behauptet wird, eine Bereicherung für Jambalaya sein könnte, ein Standardgericht einer meiner Lieblingsküchen (Cajun)?

Gut, wenn ich bei Wikipedia lese, dass die Petersilie nicht nur den treffenden Beinamen Bittersilche hat (igitt!), sondern auch Stehsalat, Geilwurz und Bockskraut genannt wird, dann freue ich mich für die Herren, denen das Vertilgen dieses gräuslichen Gewächses hilft.

Aber lasst diese armen Männer die bittere Silche doch bitte lieber in der Apotheke kaufen, anstatt die gesamte deutsche Küche mit den übel schmeckenden grünen Pflanzenfetzen zu terrorisieren!

In der Kantine des mittelständischen Unternehmens, dem ich derzeit meine Arbeitskraft schenke, wird das „Peterle“ (so nennt es der Volksmund in Gegenden mit kulinarischer Geschmacksverirrung) ungefragt über die Hälfte der Gerichte gekippt. Wahrscheinlich deshalb, weil ein Großteil des Großküchenfraßes noch schrecklicher schmeckt als das Ätzkraut und durch die Kräuterverklappung nur gewinnt.

Ich freue mich schon auf die ersten Klagen gegen den Kantinenpächter und die Konzernherren, wenn die Belegschaft erst mal spitzkriegt, dass die inflationär verstreute Petersilie auch das giftige Apiol enthält (führt bei hohen Dosierungen zu Leber- und Nierenschäden).

Zumindest ich gebe schon jetzt jedes Essen zurück, das ohne meine Zustimmung mit Grönte verseucht wird. (Dieses Petersilie-Synonym klingt auch lecker, oder? „Grönte“ ist fast so appetitlich wie „Schmand“ … womit wir schon zwei Begriffe hätten, die wir allenfalls als Namen von Ikea-Möbeln ertragen sollten.)

Petersilien-Hasser dieser Welt, vereinigt euch!

Lasst euch die Kanalratte der Küchenkräuter nicht mehr bieten!

Written by Peter Jebsen

2. Januar 2016 um 16:42

Veröffentlicht in Lebensmittel, Restaurants

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Eine Antwort

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  1. […] Gibt es Zutaten, die du komplett hasst? Bei mir wäre das zum Beispiel Petersilie. […]

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