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Sarah Wiener in Asien (2014): Fremdschämen für eine österreichische Gastrotouristin

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Screenshot "Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Asien" (© zero one film, ARTE G.E.I.E., ORF)

Screenshot „Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Asien“ (© zero one film, ARTE G.E.I.E., ORF)

Mir begegnete gerade durch eine Netflix-Empfehlung die Serie „Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Asien“ (DVDs), die erstmals im September 2014 auf arte ausgestrahlt wurde. Die erste Folge („Indien und Chili“) war ärgerlich: Ich habe selten eine solch oberflächliche und teilweise ignorante Reise- und Food-Reportage gesehen. Vor allem nicht von einer Fachfrau.

Während zum Beispiel Anthony Bourdain tief in die Kulturen der von ihm besuchten Länder eintauchte und kundig oder zumindest gut vorbereitet die lokalen Spezialitäten vorstellte, war Wiener damals in Nordindien als staunende Touristin unterwegs. Sie ließ sich planlos durch Märkte treiben, sprach mit den Indern Deutsch und kam innerhalb von 3 Minuten 41 Sekunden nach einem einzigen Restaurantbesuch (BMB Sweet Shop Restaurant in Jaipur/Rajasthan) zum Schluss: „Ja, in Indien wird scharf gegessen.“ Und das ausgerechnet in Nordindien, wo die meisten Gerichte eher zurückhaltend scharf sind.

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Written by Peter Jebsen

6. Januar 2019 at 16:06

Filmtipp: Bollywood-Klassiker „Pyaasa“ (1957)

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Indian Week“, die leider größtenteils an mir vorbeigegangen ist, sah ich gestern im Metropolis zumindest noch einen echten Klassiker: Er heißt „Pyaasa“ und wurde 1957 von Guru Dutt kreiert, der im Film auch überzeugend die Hauptrolle spielt.

Er verkörpert einen erfolglosen Dichter, der als Totgeglaubter zum Kultstar wird. Dutt ist ein üppiges, schön bebildertes Melodram in Schwarzweiß gelungen, in dem natürlich auch die damals schon üblichen Gesangsszenen nicht fehlen. Die Musik stammt von Sachin Dev (S.D.) Burman und brachte Sänger Mohammed Rafi 1958 in Indien den National Film Award als bester Playbacksänger ein. Das TIME-Magazin hat „Pyaasa“ zu einem der 100 besten Filme aller Zeit gekürt.
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Written by Peter Jebsen

16. November 2008 at 16:54

Qype: River to River. Florence Indian Film Festival in Florenz

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FlorenzNachtlebenKinos

Zum mittlerweile siebten Mal findet 2007 im italienischen Florenz eins meiner persönlichen Lieblings-Filmfestivals statt, das ich in diesem Jahr zum dritten Mal besuchen werde: das „River to River. Florence Indian Film Festival“ (von Freitag, 7. Dezember, bis Donnerstag, 13. Dezember 2007).

Es ist das erste Festival außerhalb Indiens, das sich auf Filme über und aus Indien konzentriert (plus Bangladesch, Nepal, Pakistan und Sri Lanka). Konventionelle Bollywood-Filme spielen dabei kaum eine Rolle, Festivalchefin Selvaggia Velo stellt lieber Independent-Filme, Kurzfilme und Dokumentationen aus allen Regionen Indiens in den Vordergrund. Die Filme laufen größtenteils in den Originalfassungen, mit englischen Untertiteln.

Austragungsort war bis 2006 das Kino „Spazio Uno“, das etwa fünf Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof und vom Fluss Arno entfernt ist. 2007 zog „River to River“ ins Cinema Gambrinus CineHall um (Piazza della Repubblica)

Da die Filme an den Werktagen normalerweise nicht vor 17 Uhr beginnen, hat man tagsüber genug Zeit, Florenz zu erkunden. Mit seinen ca. 200 Sitzen ist das Kino durchaus überschaubar, die Stammgäste können also recht schnell in Kontakt kommen.

Nach Florenz selbst gibt es von Deutschland aus keine Billigflüge, aber Umsteigeverbindungen per Lufthansa sind mit Glück ab ca. 200 Euro erhältlich. Preisgünstiger sind Direktflüge per RyanAir und easyJet von diversen deutschen Flughäfen (brutto ab ca. 60 Euro).

(4. 11. 2007)

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Aktualisierung am 12. August 2008:
„River-to-River“-Chefin Selvaggia Velo erzählte mir kürzlich beim Stuttgarter Festival „Bollywood and beyond“, dass ihre Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder in einem größeren Kino laufe – und zwar vom 5. bis 11. Dezember 2008 im „Odeon CineHall“ (Piazza Strozzi 2), nicht unweit vom oben erwähnten Gambrinus. „River to River“ ist zum zweiten Mal Teil einer Reihe von hintereinander terminierten Filmfestivals, den „50 Giorni di Cinema Internazionale a Firenze“.

Ich habe meinen Flug schon gebucht, habe gerade aber noch mal nachgeschaut: Bei Ryanair gibt es derzeit Flüge nach Pisa (eine gute Stunde per Bus von Florenz entfernt) für 0 Euro netto (ab Frankfurt-Hahn) bzw. 9,99 Euro netto (ab Hamburg-Lübeck).

Mein Beitrag zu River to River. Florence Indian Film Festival – Ich bin PJebsen – auf Qype

Qype: Himalaya Palace in London

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LondonNachtlebenKinos
Southall 2007 - 04
Ein Mekka für Bollywood-Fans: In diesem Kino in Southall/Middlesex (aka Little India) laufen ausschließlich Hindi-Filme in der Originalfassung, mit englischen Untertiteln – und zwar jeweils drei parallel (in einem großen Saal und zwei kleinen Sälen). Aktueller Ticketpreis (August 2007): 5,95 Pfund.

Man erreicht Southall vom Londoner Bahnhof Paddington in ca. 20 – 25 Minuten, u. a. mit dem Heathrow Express. Aktueller Fahrkartenpreis bei einem Tagestrip (August 2007): 4 Pfund.

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Nachtrag am 18. 10. 2007: Als ich am o. g. August-Samstagabend im Himalaya Palace saß, hatte ich zunächst das Gefühl, "Allein unter Indern" zu sein. Aber dem war nicht so. In der Pause (Bollywood-Filme haben immer Überlänge und dementsprechend oft eine Pinkel- und Popcorn-Pause) hörte ich Wortfetzen, die merkwürdig vertraut klangen. Ich fragte mich, ob es unter den vielen indischen Sprachen etwa eine gibt, die mit der deutschen Sprache verwandt ist. Nein, es war eine Gruppe von Deutsch-Indern, die ebenfalls im Urlaub gen Little India gepilgert und ihrerseits überrascht waren, plötzlich auf Deutsch angequatscht zu werden …

Mein Beitrag zu Himalaya Palace – Ich bin PJebsen – auf Qype

Written by Peter Jebsen

18. Oktober 2007 at 19:30

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