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Ein Kommentar zur „Schande von Clausnitz“ – aus der Sicht eines Clausnitzers

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Lang, aber lesenswert. („Was man also tun sollte? Viele versuchen, vermeintliche Antworten zu bieten. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich sehe keine. So wie auch nie zuvor. Und solange die in Sachsen bestehende und etablierte Politik die Zustände nicht erkennen will, solange sie diese Zustände bewusst kleinredet, solange viele im Rechtsextremismus insgeheim kein Problem sehen wollen, solange wird es sehr schwierig.

Aber es gibt mir zu hoffen, dass es in Sachsen viele Menschen gibt, die diese Missstände verurteilen, die sich damit unwohl fühlen, und die sich fragen, ob es irgendwann möglich ist, sich auch hier überall in einer toleranteren, weltoffeneren Gesellschaft zu Hause zu fühlen.“)

Mein Kommentar zu Clausnitz

– Eine Wahrheit, die viele nicht hören wollen –

Vier Tage sind es jetzt seit den Vorfällen von Clausnitz vergangen. Seitdem gab es unzählige Berichte, landesweit. In sozialen Medien hagelt es an Kommentaren. Ich lese von Empörung und Unverständlichkeit bei nationalen und sächsischen Politikern, bei Menschen in sozialen Medien, ich sehe Anfeindungen gegenüber den Clausnitzer Bürgern, ich sehe Solidaritätsbekundungen verschiedener Seiten, mit Flüchtlingen sowie dem Mob. Ich lese von Freunden, wie sehr sie das Geschehene verabscheuen. Und ich habe das Gefühl, es ist jetzt an der Zeit, etwas zu sagen, das schon lange gesagt werden sollte.
Ich selbst lebe nicht mehr in Clausnitz, aber ich bin noch regelmäßig da und ich habe das Gefühl, es geht auch mich etwas an. Es fällt mir nicht ganz leicht, die folgenden Worte zu formulieren. Sie sind eine unbequeme Wahrheit. Eine, mit der ich und viele andere aufgewachsen sind. Eine, die viele sicherlich nicht…

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Written by Peter Jebsen

24. Februar 2016 at 23:42

Veröffentlicht in Aktuelles, Tagespolitik

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Momentaufnahme im Hbf. Hamburg: Refugees welcome

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Als ich vorhin gegen 23.15 Uhr nach einem Berlin-Trip im Hamburger Hauptbahnhof ankam, beeindruckte mich das Ausmaß, in dem sich selbst zu nachtschlafender Zeit freiwillige (nehme ich mal an) Helfer um Flüchtlinge kümmerten.
Momentaufnahme im Hauptbahnhof: Hamburg und die Flüchtlinge
Es hingen Schilder aus, unter denen sich Reisende zu Zielländern wie Schweden, Norwegen und Finnland sammeln konnten. Essen war verfügbar, und wohl auch ein Arzt. Es wurde die Information vermittelt, dass Flüchtlinge mit Ausnahme des ICE kein Bahnticket bräuchten. Im ICE sei das Verhandlungssache, darüber müsse mit dem Zugführer gesprochen werden.
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Video: „Gysi & ein Bürger, der nicht für andere verantwortlich sein möchte… „

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Ich poste dieses Video auch hier, da sich das Teilen per Facebook und Twitter ja meist „versendet“. Zentrale Aussage von Gregor Gysis Antwort an einen „besorgten Bürger“ (paraphrasiert):

Als wir weniger Flüchtlinge hatten, ging es Ihnen da besser? Nein. Dann hat mir einer geschrieben: Wenn wir die nicht hätten, würden wir mehr Geld für Bäder, Krankenhäuser und Schulen haben! Wirklich? Hatten wir, als wir weniger Flüchtlinge hatten, mehr Geld für Bäder, Krankenhäuser und Schulen? Nein. Wissen Sie, was die Illusion ist? Sie schauen zur Seite. Das ist der falsche Blick. Wenn wir was verändern wollen, müssen wir endlich nach oben schauen. Wir müssen das Verhältnis zwischen Reichtum und Armut in unserer und anderen Gesellschaften verändern.


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Written by Peter Jebsen

6. September 2015 at 0:54

Twitter-Rückblick auf die #Heidenau-Nacht des Grauens … in der manche Medien schliefen

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Was gestern Nacht in Heidenau geschah, war „rechter Terror mit Ansage“ (Christina Hebel im SPIEGEL). Da es dort laut Süddeutscher Zeitung schon am Mittwoch und Donnerstag fremdenfeindliche Versammlungen gegeben hatte, hätte die Polizei auf die Ausschreitungen eigentlich vorbereitet gewesen sein müssen. War sie aber offenbar nicht.

Manche Medien schienen vom Mob ebenfalls überrascht worden zu sein. Im MDR-Fernsehen war Iris Völlnagel lediglich per Telefon zugeschaltet – aber auch das nur akustisch. Wahrscheinlich sind die Nokia-1100-Diensthandys der wackeren mitteldeutschen Anstalt nicht mal mit Periscope ausgestattet. Den Rest des Beitrags lesen »

Written by Peter Jebsen

22. August 2015 at 16:41

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