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Archive for the ‘Medien’ Category

International Journalism Festival 2017 in Perugia: „Trump führt uns unsere Arroganz vor Augen“ (#IJF17)

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Perugia-Panorama (Foto: Peter Jebsen/All rights reserved)

Perugia-Panorama (Foto: Peter Jebsen/All rights reserved)


Nebenstraße (Foto: Peter Jebsen/All rights reserved)

Nebenstraße (Foto: Peter Jebsen/All rights reserved)

Diesen Bericht schrieb ich für den Deutschen Journalisten-Verband (DJV), für den ich das Festival besuchte:

Das International Journalism Festival wird immer größer: Seine 11. Ausgabe, die vom 5. bis 9. April 2017 im italienischen Perugia (Umbrien) lief, bot über 250 Veranstaltungen mit mehr als 600 Referenten aus 44 Ländern und 2000 akkreditierten Journalisten, unterstützt von über 200 freiwilligen Helfern. Da etwa ein Drittel der Diskussionen simultan übersetzt wurde oder komplett auf Englisch stattfand, zog das Event auch Hunderte Gäste aus aller Welt an. Sie pendelten zwischen 15 Sälen im so prächtigen wie quirligen historischen Stadtzentrum von Perugia.

Die Themen der Konferenz, die keinen Eintritt kostet, reflektierten die heißen Eisen, die die internationale Medienszene bewegen: „Fake-News“ und, damit verbunden, der Umgang der Medien mit US-Präsident Donald Trump, Social Media, Datenjournalismus, Austausch mit dem Publikum („engagement“) und die Lage der Medien in der Türkei. Sämtliche Programmpunkte wurden live gestreamt und sind auch noch nachträglich unter media.journalismfestival.com abrufbar.

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Looking back at International Journalism Festival 2017: #IJF17 stories galore (link list)

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International Journalism Festival (Photo: Peter Jebsen/All rights reserved)

International Journalism Festival (Photo: Peter Jebsen/All rights reserved)

I collected links to articles about the International Journalism Festival which took place in Perugia/Italy from April 5 – 9, 2017. I also wrote a (German-language) blog post : „International Journalism Festival 2017 in Perugia: ‚Trump führt uns unsere Arroganz vor Augen‘ (#IJF17)“.

English-language publications

journalism.co.uk

Fairfax aims to make digital transformation a ‚learning-supported and training-infused process‘
In China, the art of media censorship is becoming more sophisticated
How live journalism brings people together to build trust and excitement around stories
Snapshots of 4 journalism co-operatives from around the world
Advice from BBC News and Trinity Mirror for introducing debunking into the newsroom
Optimising for trust: Advice for news organisations to improve their relationship with the public
New guide to fake news aims to help the public understand how these stories circulate online
The role of memes in misinformation and shaping online and offline conversations
How can journalists entrench the belief in the value of their work?
4 approaches to building collaborative data infrastructures for journalism
The storytelling formats that are changing the narrative on migration
Why news organisations should experiment with chat bots
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International Journalism Festival: Medienkonferenz mit Panorama (#IJF16)

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Perugia-Panorama (Foto: Peter Jebsen)

Perugia-Panorama (Foto: Peter Jebsen)

Diesen Bericht schrieb ich für den Deutschen Journalisten-Verband (DJV), für den ich das Festival besuchte:

Hotel Brufani, „Zentrale“ des IFJ (Foto: Peter Jebsen)

Mit 259 Veranstaltungen in zehn Sälen, 549 Referenten aus 34 Ländern, rund 200 freiwilligen Helfern und zigtausenden Besuchern dürfte das 10. International Journalism Festival, das Anfang April in der prächtigen Altstadt von Perugia/Umbrien stattfand, nicht nur das Top-Medien-Event Italiens, sondern auch eines der größten Europas sein. Was zudem bemerkenswert ist: Sämtliche Programmpunkte des Festivals sind kostenlos.

Die Konferenz ist auch für ausländische Besucher attraktiv, da zahlreiche Diskussionen (immerhin rund ein Drittel der 259 Events) simultan übersetzt werden oder komplett auf Englisch stattfinden. Der Themenmix reicht von Nutzwertigem für Einsteiger über Präsentationen neuer Medienprojekte bis hin zu politischen Diskussionen. In Zeiten von Daesh/IS und u. a. dadurch verursachten Krisen mit weltweiten Auswirkungen fanden Podien über Themen wie Flüchtlingsbewegungen und Bürgerkriegsgebiete besonders große Aufmerksamkeit.

Die elfte Ausgabe des Festivals läuft von Mittwoch, 5. April, bis Sonntag, 9. April 2017. Der Twitter-Hashtag lautet dann #IJF17.
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Written by Peter Jebsen

18. April 2016 at 17:55

PEGIDA-„Galgenmann“-Fotos: Wie die ruhrbarone das BILDblog mit Fehlinfos zu denunzieren versuchen

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Screenshot ruhrbarone.de am 30.01.2016

Screenshot ruhrbarone.de am 30.01.2016

Im ruhrbarone-Blog behauptete Stefan Laurin gestern „Bildblog hat ein Herz für den Galgenmann“, da das BILDblog beim Presserat wegen der Veröffentlichung von Fotos des PEGIDA-„Galgenmanns“ durch BILD eine Beschwerde eingereicht hat. Stefan Niggemeier über eine besonders dumme Reaktion darauf: „‚Bild‘-Online-Chef: ‚BILDblog marschiert für Pegida'“

Schon in der Überschrift arbeitet Laurin mit unseriösen Boulevard-Methoden. Denn für die Unterstellung, BILDlog habe ein Herz für den „Galgenmann“, gibt es keinerlei Belege. Ebenso wenig wie für diese Behauptungen:

Dem Querfront-Magazin Compact gab A. ein Interview – Probleme damit, dass sein Bild veröffentlicht wurde, hatte der Mann mit dem Galgen offenbar nicht.

Bernd A. war [die Veröffentlichung des Fotos] zwar egal (…)

Laurin scheint das auf YouTube verfügbare Interview gar nicht gesehen zu haben. Sonst wüsste er, dass der besorgte Bürger dort „Bernd O.“ heißt. Sollte ihm das Interview bekannt sein, hätte Laurin gelogen. Denn O. sagt darin genau das Gegenteil von dem, was ihm die ruhrbarone unterstellen. Ich habe reingehört und Folgendes verstanden:

Bernd O.: Das geht auch viel zu weit. Die Berichterstattung von der guten deutschen BILD-Zeitung ist katastrophal.
Zwischenfrage: Was haben die gemacht?
Bernd O.: Einfach Fotos, obwohl da eindeutig untersagt war, dass da Fotos gemacht werden. Still und heimlich Fotos gemacht. Es ist nicht erlaubt. Und wie ich weiß, ist es auch nicht erlaubt, jemand auf einem Bild zu markieren und [zu] sagen: „Das ist der Staatsfeind Nummer 1!“

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Written by Peter Jebsen

30. Januar 2016 at 15:05

Ein intensives Social-Media-Wochenende: Kindes-Misshandlung, Journalisten-Altersarmut, DHL-#Fail

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Das vergangene Wochenende war thematisch so spannend, dass ich zum ersten Mal in über sieben Jahren des Bloggens ein paar der sonst schnelllebigen Facebook- und Twitter-Themen auch hier verewigen will.

Größter Aufreger war eine österreichische Rechtfertigung von Kindesmisshandlung: „Wer Strafe nicht vollzieht, wird unglaubwürdig“, veröffentlicht in der Sonntagsausabe der „Presse“.
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#HatePoetry an Autorin: „Lieber Herr Hurensohn“ (Oder: Solche Deppenleser haben selbst „Qualitätsmedien“) #nr14

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Highlight der Jahreskonferenz 2014 des Netzwerks Recherche war für mich der Freitag Abend mit „Hate Poetry – rassistische Leserbriefe unterhaltsam gelesen“ von Özlem Gezer (SPIEGEL), Mely Kiyak (frei), Özlem Topcu (ZEIT) und Yassin Musharbash (ZEIT, Kurz-Bios).

Hate Poetry mit Özlem Gezer, Mely Kiyak, Özlem Topcu, Yassin Musharbash

Özlem Gezer, Mely Kiyak, Özlem Topcu (v. l.) – Foto: Peter Jebsen (alle Rechte vorbehalten)

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Written by Peter Jebsen

7. Juli 2014 at 11:06

Reiner Calmund antwortet seinen Kritikern – und irrt

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Reiner Calmund

Reiner Calmund (2002) – Foto: Tobias Koch (Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Reiner Calmund hat heute auf seiner Website eine Stellungnahme zu seiner Jubiläumsrede beim Express veröffentlicht. Er teilt darin gegen seine Kritiker aus:

Nach dem Vortrag gab es von den Mitarbeitern und der Geschäftsführung Beifall und ausschließlich Zustimmung. Auch in den anschließenden Einzel-Gesprächen gab es keinerlei Kritik. Daher verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass mich einige hier bewusst missverstehen wollen.

Die Lektüre der Rede zeigt, dass die ursprüngliche Darstellung von ver.di Köln in manchen Punkten verkürzt war. Dennoch sind einige Passagen der Calmund-Rede bedenklich. So sagte er:

Ich jedenfalls kenne weder einen Arbeitnehmer noch einen Selbstständigen, der mit 35-40 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit erfolgreich ist.

Calli kennt offenbar nur Leute, die kein vernünftiges Zeitmanagement betreiben.

Und er demonstriert, dass er anscheinend nicht immer weiß, wovon er spricht: Den Rest des Beitrags lesen »

Written by Peter Jebsen

19. Dezember 2013 at 15:19

Nach Reiner Calmunds Brandrede: Alle gegen Calli (Presseschau zum „wendigen Breitband-Mietmaul“)

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Reiner Calmund

Reiner Calmund (2002) – Foto: Tobias Koch (Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Die Berichterstattung über Reiner Calmunds Pöbeln gegen Arbeitnehmerrechte hat mittlerweile die Bloggerszene verlassen und ist auch bei größeren Medien angekommen. Eine Online-„Presseschau“:

  • 18.12.2013 – T-Online: „Betriebsräten den Stecker ziehen“: Reiner Calmund irritiert DuMont-Beschäftigte

    Herzhafter Sprung in einen gigantischen Fettnapf: Ex-Fußballmanager Reiner Calmund hat auf einer Betriebsfeier des Kölner Zeitungsverlags M. DuMont Schauberg den Motivationsguru gespielt. Doch seine Brandrede sorgte für Befremden: Denn er sprach von Extraleistung ausgerechnet in einem Unternehmen, bei dem 84 Leute vor dem Rauswurf stehen. Und verteidigte seinen Ausrutscher später auch noch.

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    Written by Peter Jebsen

    18. Dezember 2013 at 18:22

    Reiner Calmund vs. Arbeitnehmer: Ein paar Fußbälle zu viel an den Kopf bekommen?

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    Reiner Calmund

    Reiner Calmund (2002) – Foto: Tobias Koch (Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

    Nachdem Reiner Calmund bei einem „Express-Frühstück“ von M. DuMont Schauberg unter anderem getönt hatte, freigestellten Betriebsräten, die mit der Gewerkschaft Tarifrechte einforderten, gehöre der »Stecker gezogen«, hagelt es auf seiner Facebook-Seite Proteste:

  • Ralph Bauer: „(…) Haben sie eventuell ein paar Fußbälle zu viel gegen ihren Kopf bekommen? Zweitens: was hat ihnen der Verlag für diesen mitarbeiterverachtenden Wortschrott eigentlich bezahlt?“
  • Detlef Fritz: „Ihr Beitrag vor den Kölner Kollegen von DMS hat auch etwas Gutes: schön, dass Sie Ihr wahres Gesicht eines hässlichen Sportfunktionärs gezeigt haben, der würdig in eine Reihe mit Steuer-Hoeneß und den Fans des Sklaventreiber-Staates Katar Beckenbauer und Rumenigge passt. (…)“
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    Written by Peter Jebsen

    15. Dezember 2013 at 16:28

    Reiner Calmund: Pöbeln gegen Arbeitnehmerrechte

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    Reiner Calmund

    Reiner Calmund (2002) – Foto: Tobias Koch (Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

    Die andere Seite des jovialen Genießers Reiner Calmund – offenbar ist der nicht nur ein „Fußball-Bekloppter“ (Selbstbeschreibung). Ver.di Köln und das Blog Zeitungslandschaft im Umbruch berichteten gestern über ein „Express-Frühstück“ im Betriebsrestaurant von M. DuMont Schauberg:

    Am Montag ging’s los. Reiner Calmund donnerte die Kolleginnen und Kollegen aus den Verkaufsabteilungen an, sie sollten »arbeiten, arbeiten, arbeiten«. Nicht nur 40 oder gar nur 35 Stunden, sondern »mehr, mehr, mehr«. Wer heute noch in den Verlag komme, um nur seinen Arbeitsvertrag zu erfüllen, dem gehöre eine »Briefmarke auf den Hintern geklebt«. Freigestellten Betriebsräten, die mit der Gewerkschaft Tarifrechte einfordern, gehöre der »Stecker gezogen«. (…)

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    Written by Peter Jebsen

    14. Dezember 2013 at 19:40

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