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Restaurant im Harvestehuder Wohnzimmer: Das perfekte Dinner

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Monika Fuchs‘ „Restaurant im Wohnzimmer“ (Foto: Peter Jebsen/All rights reserved)

Mit völlig Fremden verbrachte ich gestern in einem Harvestehuder Esszimmer einen der zauberhaftesten und geselligsten Genussabende überhaupt. Gastgeberin war die 78-jährige Monika Fuchs, die 16 Jahre lang bei der Diskussionssendung „Beckmann“ fürs Catering verantwortlich war.

Als die Sendung eingestellt wurde, wollte sie weiterkochen – und hatte die Idee für ihr „Restaurant im Wohnzimmer“: Seit April 2015 lädt sie Gäste in ihre Harvestehuder Wohnung ein und verwöhnt sie fünf Stunden lang kulinarisch; mit Zutaten, die sie bei sich vor der Haustür auf dem Isemarkt einkauft. Das kostet mittlerweile 60 Euro pro Person (inklusiver aller Getränke), den Überschuss spendet sie an die Kinderkrebsstiftung Waldpiraten-Camp.

Freitags um 18 Uhr geht’s los. Die charmante Köchin begrüßt jeden Gast mit Umarmung, alle duzen sich sofort und kommen bei Gin-/Wodka-Tonic oder Campari-Orange gleich ins Gespräch. Abseits steht hier keiner.

Auf der festlich gedeckten Tafel wartete als Amuse-Gueule Carpaccio mit Trüffelöl auf uns, dazu Brot mit selbstgemachter Kräuterbutter.

Als Vorspeisen servierten zwei von Monikas Enkelinnen und Freundin Manu rosa gebratene Entenbrust mit Orangendressing und Scampi-Salat.
CarpaccioEntenbrustScampi-Salat

Als Hauptspeise gab es unter anderem mit Spinat gefüllte Putenroulade, Spargelgemüse und Kartoffelstampf, der so schmeckte, als ob der Butter- genauso hoch wie der Kartoffelanteil war – also genauso, wie es sich gehört!
PutenrouladeSpargelgemüseKartoffelstampf

Die Gemeinschaftsportionen sind groß, daher hatte die Sättigung bei mir eigentlich schon nach den Vorspeisen eingesetzt. Panna Cotta und Käseplatte als Abschluss waren aber unwiderstehlich, gefolgt von einer Digestifauswahl und Espresso.
Panna CottaKäseplatte

Die Köstlichkeiten wurden noch getoppt von den spannenden Gesprächen in der bunt zusammengewürfelten Runde – von der Junglehrerin bis zum pensionierten Polizisten (der an der Aufklärung der Reemtsma-Entführung beteiligt war), von der Drehbuchautorin bis zur Büroangestellten waren die unterschiedlichsten Berufsgruppen vertreten. Einzelspeisende sind sehr willkommen, dazu waren noch einige Paare und Mutter-Tochter-Duos dabei.

Die komplette Gruppe lernte sich gegen Ende noch besser kennen, als Monika, übrigens Ex-Journalistin, jeden Gast vor versammelter Mannschaft nach dem Traumberuf der Kindheit, dem aktuellen Job und der Wunschprofession in einem möglichen späteren Leben befragte.

Um 23 Uhr kam es zum erwarteten „Rauswurf“, der Ausnahmeabend war wie im Fluge vergangen. Wer ihn ebenfalls erleben will, muss leider Geduld haben – erst 2018 gibt es wieder freie Plätze.

Mehr über Monika Fuchs

Hamburger Abendblatt: Das Restaurant mit Fünf-Gänge-Menü im Wohnzimmer (12. Oktober 2015)
stern: Wie eine 77-Jährige die Restaurant-Szene aufmischt (25. Oktober 2015)
Kitchen Guerilla: Lieblingsplätze Hamburg – Bericht 41. Monika Fuchs (29. Juli 2016)
seelenfunkeln: Geschenke, wie ich sie mag (12. November 2016)
frauenseiten.bremen: Unsere Frau der Woche: Monika Fuchs (12. April 2017)
MitVergnügen Hamburg: Zu Tisch: Monika

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Written by Peter Jebsen

24. Juni 2017 um 16:49

2 Antworten

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  1. Danke fürs Verlinken <3 . Und liebe Wochenendgrüße

    Gefällt 1 Person

    lunarterminiert

    24. Juni 2017 at 17:10


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