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Ein Kommentar zur „Schande von Clausnitz“ – aus der Sicht eines Clausnitzers

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Lang, aber lesenswert. („Was man also tun sollte? Viele versuchen, vermeintliche Antworten zu bieten. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich sehe keine. So wie auch nie zuvor. Und solange die in Sachsen bestehende und etablierte Politik die Zustände nicht erkennen will, solange sie diese Zustände bewusst kleinredet, solange viele im Rechtsextremismus insgeheim kein Problem sehen wollen, solange wird es sehr schwierig.

Aber es gibt mir zu hoffen, dass es in Sachsen viele Menschen gibt, die diese Missstände verurteilen, die sich damit unwohl fühlen, und die sich fragen, ob es irgendwann möglich ist, sich auch hier überall in einer toleranteren, weltoffeneren Gesellschaft zu Hause zu fühlen.“)

Mein Kommentar zu Clausnitz

– Eine Wahrheit, die viele nicht hören wollen –

Vier Tage sind es jetzt seit den Vorfällen von Clausnitz vergangen. Seitdem gab es unzählige Berichte, landesweit. In sozialen Medien hagelt es an Kommentaren. Ich lese von Empörung und Unverständlichkeit bei nationalen und sächsischen Politikern, bei Menschen in sozialen Medien, ich sehe Anfeindungen gegenüber den Clausnitzer Bürgern, ich sehe Solidaritätsbekundungen verschiedener Seiten, mit Flüchtlingen sowie dem Mob. Ich lese von Freunden, wie sehr sie das Geschehene verabscheuen. Und ich habe das Gefühl, es ist jetzt an der Zeit, etwas zu sagen, das schon lange gesagt werden sollte.
Ich selbst lebe nicht mehr in Clausnitz, aber ich bin noch regelmäßig da und ich habe das Gefühl, es geht auch mich etwas an. Es fällt mir nicht ganz leicht, die folgenden Worte zu formulieren. Sie sind eine unbequeme Wahrheit. Eine, mit der ich und viele andere aufgewachsen sind. Eine, die viele sicherlich nicht…

Ursprünglichen Post anzeigen 4.604 weitere Wörter

Written by Peter Jebsen

24. Februar 2016 um 23:42

Veröffentlicht in Aktuelles, Tagespolitik

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2 Antworten

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  1. Ich finde es abartig, die Clausnitze Demonstranten als „Mob“ zu bezeichnen! Von ihnen ging keinerlei Gewalt aus.
    Die „Schutzsuchenden“ im Bus dagegen zeigten ihnen die Halsabschneiden-Geste! Also sorry, solche Leute möchte auch ICH nicht an meinem Wohnort haben!

    Gefällt mir

    Robert

    26. Februar 2016 at 19:34

    • @Robert, ein Mob muss nicht unbedingt gewalttätig sein. Ich finde, das Wort passt auf den grölenden Pöbel, der in den Videos zu sehen war.

      Gefällt mir

      Peter Jebsen

      26. Februar 2016 at 20:49


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