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Twitter-Rückblick auf die #Heidenau-Nacht des Grauens … in der manche Medien schliefen

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Was gestern Nacht in Heidenau geschah, war „rechter Terror mit Ansage“ (Christina Hebel im SPIEGEL). Da es dort laut Süddeutscher Zeitung schon am Mittwoch und Donnerstag fremdenfeindliche Versammlungen gegeben hatte, hätte die Polizei auf die Ausschreitungen eigentlich vorbereitet gewesen sein müssen. War sie aber offenbar nicht.

Manche Medien schienen vom Mob ebenfalls überrascht worden zu sein. Im MDR-Fernsehen war Iris Völlnagel lediglich per Telefon zugeschaltet – aber auch das nur akustisch. Wahrscheinlich sind die Nokia-1100-Diensthandys der wackeren mitteldeutschen Anstalt nicht mal mit Periscope ausgestattet.

Das ZDF begründete die Tatsache, dass Heidenau in heuteplus nicht auftauchte, folgendermaßen:

Maßgeblich sind für uns immer noch die Nachrichtenagenturen, und die haben Heidenau erst kurz vor der Sendung gemeldet.

Was Marc Krüger im Blog-Beitrag „Was Medien aus #Heidenau lernen können“ sehr treffend kommentierte:

Medien bekommen ein Vertrauensproblem, wenn sie zu oft Themen auslassen, die viele Menschen als wichtig erachten. Deshalb müssen Medien dort sein, wo ihre Hörer, Leser und Zuschauer sich informieren. Sie müssen wissen, was dort abgeht. Die Lehre von den Nachrichtenagenturen als ausschließlich verlässliche Quelle braucht ein Update.

Wer die Zustände in Heidenau aus der Ferne verfolgen wollte, war auf Twitter angewiesen. Hier mein persönlicher Rückblick:

Nachträge: Auf Facebook schrieb Diddo Ramm einen schönen Kommentar zu meinem Blogpost. Fazit:

Was mich am meisten betrübt.
Mir tut es meist sehr leid um die Kinder, die bei solchen Eltern aufwachsen. Sie kennen die Vielfalt der Welt nicht, das Essen, die Düfte, die Farben, die andere Art, Dinge zu sehen und zu fühlen.

Schluss mit Nazis, die sich hinter der Rechtsstaatlichkeit verstecken!

Es gibt jetzt die unterstützenswerte Aktion Blogger für Flüchtlinge – Menschen für Menschen!, über die unter anderem Nico Lumma gebloggt hat:

Wir waren gestern kurz in den Messehallen in Hamburg und haben ein paar Sachspenden aus dem Drogeriemarkt vorbei gebracht. Die Hilfsbereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger ist enorm, aber es fehlt eben auch an allen Ecken. In Sachsen fehlt es vor allem an Hirn und Anstand, mir wird übel, wenn ich diese Arschlöcher sehe, wie sie Menschen bedrohen, die gerade alles zurückgelassen haben und einfach nur ein Leben in Frieden leben wollen.

Written by Peter Jebsen

22. August 2015 um 16:41

7 Antworten

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  1. Das braune Gesocks gehört eingesperrt, eingepfercht in ein Lager (wenn man schon bei Flüchtlingheimen bzw -lagern sind) und nicht mehr ausgelassen.Sollen sie sich doch gegenseitig die Köpfe einschlagen!

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    zelda73

    22. August 2015 at 22:03

    • Das klingt mir zu sehr nach „Auge um Auge, Zahn umd Zahn“. Es würde doch reichen, wenn einfach nur die Gesetze durchgesetzt würden.

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      Peter Jebsen

      23. August 2015 at 17:41

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