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Die Drückermethoden der ZEIT: War der Bahnstreik-Spam wirklich nötig?

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Ich schätze sowohl DIE ZEIT als auch ZEIT ONLINE. Und ich freue mich, bei Wikipedia solche Aussagen über die Auflagenentwicklung zu lesen, die der momentanen Untergangsstimmung in Sachen angeblichem Printsterben zuwiderlaufen:

Die Zeit hat im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Zeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage gewonnen. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 9,7 Prozent gestiegen. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei rund 70 Prozent.

Deswegen denke ich, dass DIE ZEIT unseriöse Verkaufsmethoden eigentlich nicht nötig haben sollte. Heute erhielt ich mit dem Absender leserservice@newsletterversand.zeit.de (der, soweit ich das nach dem Studium von Header und Quelltext erkennen konnte, nicht gefaket war) folgende Mail mit einer reißerisch aufgemachten „Blitzumfrage“:

"DIE ZEIT"-Newsletter: Blitzumfrage zum Bahnstreik

„DIE ZEIT“-Newsletter: Blitzumfrage zum Bahnstreik


In der Mail heißt es:

Als Dankeschön erhalten Sie 3 Wochen lang DIE ZEIT gratis frei Haus und sichern sich zusätzlich ein exklusives Dankeschön-Paket!

In der Mail stehen weder fürs Gratis-Abo noch für „exklusive Dankeschön-Paket“ irgendwelche Einschränkungen. Laut Mail sollte man einfach nur vier Fragen beantworten.

Erst wenn man auf der in der Mail verlinkten Angebotsseite ganz unten auf „Lieferbedingungen“ klickt, erfährt man vom „Kleingedruckten“:

Wenn mir DIE ZEIT gefällt, brauche ich nichts weiter zu tun. Ich erhalte dann DIE ZEIT inkl. ZEITmagazin 52x im Jahr für zzt. nur 4,20 € pro Ausgabe frei Haus statt 4,50 € bei Einzelkauf und spare somit rund 7 %. Ansonsten genügt eine kurze Mitteilung nach Erhalt der 2. Ausgabe an den Leser-Service. Mein Abonnement ist jederzeit kündbar. (Angebot nur im Inland gültig. Auslandspreise auf Anfrage.)

Lieferbedingungen des ZEIT-Probeabos

Lieferbedingungen des ZEIT-Probeabos

DIE ZEIT erwartet also ohne „Vorwarnung“ per E-Mail die Abo-Variante von Opt-in statt Opt-out.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die E-Mail-Verkaufe der ZEIT gegen Verbraucherschutzbestimmungen verstößt, bin hier aber kein Fachmann. Rein persönlich gesprochen, empfinde ich solche Mails, mit denen aktuelle Ereignisse wie der Bahnstreik missbraucht werden, als der ZEIT unwürdig.

Written by Peter Jebsen

8. November 2014 um 0:14

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