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Yelp vs. Qype, Teil 2: Aus „gefiltert“ wird „momentan nicht empfohlen“ (inkl. Presseschau)

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YelpSeit meinem ersten Blog-Beitrag über die „Attacke des Killer-Filters“ bei der Migration von Beiträgen des Bewertungsportals Qype zum „Aufkäufer“ Yelp gab es eine kleinere kosmetische Veränderung: Die Beiträge, die Yelp ausblendet, da es sie nicht für „nützlich“ hält, werden nicht mehr als „gefiltert“ bezeichnet, sondern als „momentan nicht empfohlen“. Um letztere zu sehen, ist keine Eingabe eines so genannten Captcha-Codes mehr nötig. Jetzt klappt’s direkt per Link unten auf der Hauptseite eines Geschäfts. Und das offizielle Erklärungsvideo wurde gegen dieses ausgetauscht:


Probleme bleiben bestehen
An den Hauptproblemen hat sich aber nicht viel geändert. Stellvertretend beschreibt es das Restaurant Peking-Ente Berlin in seinem Blog („Das Yelp-Dilemma und der Ausweg“): „Viele Geschäftsinhaber und ehemalige Qype-Nutzer beklagen, dass der Bewertungs-Filter von Yelp automatisch Bewertungs-Beiträge bei der Übertragung von Qype nach Yelp aussortiert. Diese Bewertungen fließen somit weder in die Gesamtbewertung noch in die Sterne-Vergabe ein. Besonders ärgerlich: Der Filter ließ oft nur schlechte Bewertungen durchgehen. Das verzerrt auf Yelp das Bild betroffener Unternehmen.“

Es gibt weiter – wie im vorigen Blogpost beschrieben – Locations, bei denen alle neueren Beiträge auf der Strecke geblieben sind, wodurch man sich kein Bild mehr von der aktuellen Qualität machen kann.

Reaktion von Yelp
Eine Yelp-Mitarbeiterin antwortete auf meinen ersten Beitrag zum Thema. Ihr Kommentar liest sich leider wie ein nicht sehr sorgfältig aus dem Englisch übersetzter Formbrief, der zudem nicht auf konkrete Kritikpunkte eingeht.

Eine Leserin meint dazu: „Letztlich sollte Yelp sich überlegen, wer denn Yelp überhaupt am Leben halten kann. Und das sind die User, ohne die es Yelp gar nicht gäbe. Da wäre ich mit Formulierungen wie “nicht nützlicher User” eher vorsichtig.
Ich glaube, ich bin einer von denen, die Du als nicht nützlicher User bezeichnest. Und das bringt mich dazu, auf jeden Fall für Yelp keine weiteren Beiträge zu veröffentlichen, solange der Filter nicht anständig funktioniert.“

Tipps für Geschäftsinhaber
Das o. g. Blog der Peking-Ente gibt Hinweise, wie Geschäftsinhaber möglicherweise ihr Yelp-Ranking verbessern können. Weitere mögliche Auswege aus der Misere finden sich in den US-Blog-Beiträgen „4 Ways to Increase Your Positive Yelp Reviews“ und „The Definitive Guide To Avoid the Yelp Review Filter“ (schon beim letzten Mal verlinkt).

Währenddessen hagelt es u. a. bei Yelp, in einer Facebook-Gruppe für Ex-Qyper und in Kommentaren zu den unten verlinkten Artikeln weiter Beschwerden über Yelp. Das Thema wird uns wohl noch eine Weile begleiten.

Neue Blog- und Presseartikel zum Thema (weitere im 1. Teil)

Nachtrag am 18.11.2013: MEEDIA hat sich des Themas angenommen und zitiert aus Sozialgeschnatter.de („Qype-Aus: der verkorkste Yelp-Umzug“).

Written by Peter Jebsen

17. November 2013 um 19:35

Veröffentlicht in Internet, Qype, Social Networking, Yelp

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6 Antworten

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  1. […] Fortsetzung am 18. November 2013: Yelp vs. Qype, Teil 2: Aus “gefiltert” wird “momentan nicht empfohlen” (inkl. Presseschau) […]

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  2. Ist das nicht alles ein Sturm im Wasserglas? Wenn ich lese, dass ein Friseur von Existenzvernichtung schreibt, die er durch das Fehlen einiger positiver Bewertungen vermeint erleiden zu müssen, dann frage ich mich doch, ob der Mann seine Kunden wegbeißt, dass er keinen festen Kundenstamm hat und auf die Laufkunden angewiesen ist, die ihm qype zuführt. Ich glaube außerdem, dass die meisten Geschäftsinhaber die Bedeutung all dieser Bewertungsportale ziemlich überschätzen.

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    vilmoskörte

    18. November 2013 at 19:20

    • @vilmoskörte, es geht hier nicht ums Fehlen einiger, sondern teilweise hunderter Bewertungen. Und darum, dass einige eindeutig gute Läden (zumindest nach deinen und meinen Maßstäben ;-) ) plötzlich von einem Top-Ranking auf „Ferner liefen“ zurückgefallen sind. Das Spitzenrestaurant in Hamburg war z. B. zeitweise ein aufgebrezelter griechischer Imbiss, der Filter hat seitdem aber offenbar dazugelernt.

      Der Konkurrenzkampf vor allem unter Gastronomen ist hart. Mein Hamburger Lieblings-Italiener erzählte mir z. B. vorhin, dass er es sich nicht mehr leisten könne/wolle, den Mittagstisch in seinem Hauptladen (war meiner Meinung nach der beste in der Hamburger Innenstadt!) aufrechtzuerhalten, da es zu viele Preisdrücker in der Gegend gebe, auf deren Methoden er sich nicht einlassen wolle, um preislich konkurrenzfähig zu bleiben.

      Bei geringer werdenden Profitmargen kann es selbst für eingeführte Qualitätsläden mit viel Stammpublikum ein Problem werden, wenn ihnen wegen eines durchgeknallten Yelp-Filters die Laufkundschaft wegbricht.

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      pjebsen

      18. November 2013 at 19:44

  3. […] Neue Blog- und Presseartikel (mehr in Teil 1 und 2) […]

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  4. […] Blog- und Presseartikel (mehr in Teil 1, 2 und […]

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  5. […] Hintergrund Yelp vs. Qype: Attacke des Killer-Filters (inkl. Presseschau) Teil 2: Aus “gefiltert” wird “momentan nicht empfohlen” (inkl. Presseschau) Teil 3: Proteste nehmen zu (neue Presseschau) Teil 4: Wird jetzt geklagt? (Mit neuer […]

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