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Qype: Herr Kwong in Hamburg

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Drunk Chicken @ Herr Kwong

Drunk Chicken @ Herr Kwong

Herr Kwong
Burchardstraße 16
20095 Hamburg
Tel. 040 336806

Für den Genuss des Freitagabends bin ich Herrn Wong dankbar, dem Chef des China-Restaurants Golden (Wartenau 4), der mir ganz uneigennützig in der Innenstadt die Gaststätte seines Fast-Namensvetters Herrn Kwong empfahl.

Die Beratung der Chefin (Frau Kwong?) sah so aus: Ich fragte, ob sie irgendwelche Gerichte als besondere Spezialiäten des Restaurants empfehlen könne. Antwort: Auf unserer Hauptkarte ist alles speziell (=speziell kantonesisch). Nur die Zusatzkarte „Chinese Classics“ enthalte Exkursionen in andere chinesische Kochrichtungen. Die legte ich also erst mal beiseite, da z. B. die dort verzeichnete Variante meines Sichuan-Lieblingsgerichts (hier: „Gongbao Style Spicy Chicken“) laut Chefin aus Rücksicht auf deutsche Geschmacksnerven ohne den betäubenden Sichuan-Pfeffer hergestellt wird.

Ich wurde aber auf der Seite „Siu Mei – BBQ-Deli“ fündig und wählte eine BBQ-Combi (14,50 Euro, Stand September 2013):

24) Char Siu BBQ Pork – „bei CNN auf Platz 28 der 50 leckersten Gerichte auf der Welt gelistet“. (Diese Erläuterung gefiel mir sofort, da ich sie kannte und selbst gern erwähne, wenn ich mich mit irgendwelchen Geo-Apps in chinesischen Restaurants einlogge, in denen ich Char Siu zu genießen gedenke.)

21) Chinese Roast Duck

Beide Fleischsorten kann man – wie z. B. in Europa in den Chinatowns von London oder Paris – tagsüber schon beim Vorbeigehen im Schaufenster begutachten. Die BBQ-Ente war eine der besten, die ich in Hamburg je genossen habe – zartes Fleisch, knusprige Haut, perfekt gewürzt, mit leicht süßlicher Note. Char Siu hätte geringfügig zarter sein können, aber auch hier war das Fleisch wunderbar gewürzt.

Als Vorspeise, die – weil aufwändiger – nach der Hauptspeise serviert wurde (war angekündigt, daher kein Problem!), hatte ich „Phoenix Talons – Hühnerfüße, in schwarzen Bohnen gedämpft“ (3,50 Euro). Die hatte ich anderswo schon geschmacksintensiver (mehr Knoblauch, mehr schwarze Bohnen), aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Kwongs Klauen waren auch klasse.

Derzeit gibt es bei Herrn Kwong kein Dessert, aber die gestrigen Gäste erhielten eine Probierportion von leckerem schwarzem Klebreis auf Kokosmilch. Das kann aus meiner Sicht gern permanent angeboten werden.

Zum Digestif (Getreideschnaps Mao Tai, ca. 62%, 2,50 Euro) erhielt ich während des Fachsimpelns mit der Chefin noch eine weitere Probierportion, nämlich „Drunk Chicken“. Das ist ein Gericht, das ebenfalls noch nicht auf der offiziellen Karte steht und das mir zuerst in Hong Kong begegnet ist (allerdings in einer „Betrunkenen-Tauben“-Version). Der jeweilige Vogel wird gekocht, lang in Reiswein oder –schnaps mariniert und schließlich kalt serviert.

Das nächste Mal werde ich bei Kwong mittags vorbeischauen. Neben den Standardgerichten, welche die Kundschaft vor allem schnell auf dem Tisch haben wollen, soll es stets auch ein paar authentische Gerichte  geben (z. B. gedämpften Fisch), für die man aber ein bisschen mehr Zeit mitbringen muss.

Spontanes Fazit des Abends: Schon nach dem Erstbesuch ist dies einer meiner Lieblings-Chinesen in der Innenstadt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war hervorragend, sämtliche Team-Mitglieder empfand ich als ausgesprochen freundlich und hilfreich. Diese Kombination ist selten.

Written by Peter Jebsen

8. September 2013 um 20:12

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