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Musik-Tipps: Jan Delay, Blumentopf, Rox, A.R. Rahman, Annika Fehling, Naturally 7

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In der vergangenen Woche gab es eine Menge auf die Ohren – u. a. durch vier hervorragende Neuerscheinungen. Schon jetzt eines der Highlights des Jahres: das Live-Album von Jan Delay & Disko No. 1.



Disko No. 1, mit denen Jan Delay schon „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ einspielte, dürfte die derzeit beste deutsche Funk-Band sein. Live ist sie besonders stark – was glücklicherweise auf dieser CD mitreißend eingefangen wurde.

Etwas rockiger als sonst ist das Album „Wir“ der Freisinger Hip-Hop-Band mit dem schönen Namen Blumentopf.


Anspieltipp: „Fenster zum Berg“, ein witziger Titel mit Marschmusik-Samples.

Auf das Debütalbum von Rox, der 21-jährigen Londonerin mit jamaikanischem und iranischem Hintergrund, wurde ich durch die Zeitschrift PRINZ aufmerksam, die „Memoirs“ zum Album des Monats erkor.


Ein sommerlich-lockeres Werk mit sonnigem (Retro-)R&B und ein paar Reggae-Einflüssen – sehr viel stärker übrigens als das in derselben Woche erschienene neue Christina-Aguilera-Album „Bionic“, dessen Elektronik-Gezatter eher zu „Pop-Stars“ wie Madonna passt, die damit ihre gesanglichen Defizite zu übertünchen versuchen. Will sagen: Echte Songs, die Aguileras Talent gerecht werden, sind mir beim ersten Durchhören nicht aufgefallen.

Auch der fleißige Oscar-Preisträger A.R. Rahman („Slumdog Millionaire“) bietet etwas Neues – den Soundtrack des am 18. Juni 2010 in Indien anlaufenden Films „Raavanan“, den Mani Ratnam (u. a. „Bumbai“/“Bombay“ und „Dil Se..“) in zwei Sprachen gedreht hat: Tamil („Raavanan“) und Hindi („Raavan“). Dazu wird es noch eine in Telugu synchronisierte Fassung geben („Villain“). Bei Amazon.de kann man alle drei Soundtrack-Versionen herunterladen, hier „Villain“:


Mein Anspieltipp: das perkussive „Gudaa Gudaa“ (aus dem obigen YouTube-Clip). Hardcore-Bollywood-Fans sollten in alle drei Soundtracks hineinhören, da identische Kompositionen von A.R. Rahman je nach Sprache unterschiedliche SängerInnen featuren. Ein gutes Beispiel ist Titel 5, der von drei verschiedenen Sängerinnen interpretiert wird:

Ein Live-Höhepunkt der vergangenen Woche war der Auftritt der Singer/Songwriter Markus Rill (Deutschland) und Annika Fehling (Schweden) in Hamburg. Annika hatte das sehr empfehlenswerte, in Nashville produzierte neue Album namens „Fireflies“ im Reisegepäck, das in Deutschland offenbar nur als Download angeboten wird (u. a. bei iTunes). Einen guten Einblick in den entspannten Filigran-Gitarren-Pop der charmanten Dame bietet dieses „Best-of“-Album, das auch bei meinem Lieblings-MP3-Dealer emusic verfügbar ist (und zwar hier).


„Stop“ stammt aus der „Fireflies“-CD. Gedreht wurde das Video übrigens in Annikas wirklichem Wohnzimmer, wie sie in Hamburg verriet.

Für ein weiteres Konzert-Highlight sorgten einen Tag später Naturally 7, ein New Yorker A-cappella-Septett, das als Vorgruppe von Michael Bublé Standing Ovations erhielt und im September wieder eine eigene Deutschlandtournee antritt (Termine stehen hier). Ich habe sie vor einem Jahr in Hamburg auf Kampnagel kennen und schätzen gelernt. Noch besser sind nur Take 6. Naturally 7 haben im Februar ein neues Album veröffentlicht, auf dem ich als Anspieltipp „Wall of Sound“ empfehle (derzeit leider nur bei iTunes anhörbar).


Der Clip zeigt, wie Naturally 7 selbst einem abgehalfterten Oldie wie „In the Air Tonight“ neues Leben einhauchen können.

Written by Peter Jebsen

7. Juni 2010 um 8:00

2 Antworten

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  1. Nö… wer sich das Album von Naturally 7 mal „weitgehend“ komplett anhören will, der kann das unter http://www.naturallyseven.com/webwheel ganz problemlos und kostenlos machen… Viel Spass

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    horst

    7. Juni 2010 at 22:06

  2. Der Naturally 7 Clip in der Metro ist herrlich, vor allem die Sozialstudie der Fahrgäste. Die einen gehen mit, die anderen tun so, als wäre es ein ganz normaler Tag. Die Jungs sind klasse!

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    joulupukki

    8. Juni 2010 at 8:37


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