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Revolutionäres Business-Modell: Auf die Leser hören

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Mit der Jahreskonferenz des Netzwerk Recherche hatte der Internationale Mediendialog, der heute im Hamburger Rathaus lief, eins gemeinsam: Es gibt immer noch erschreckend viele Vertreter von Medienunternehmen, die eine gewisse Ahnungslosigkeit in Sachen Internet offenbaren.
Internationaler Mediendialog Hamburg

Nachrichtenwert hatte die Veranstaltung durch die „Hamburger Erklärung“ , in der große Pressehäuser sowie die Verbände der Musik-, Werbe- und Filmwirtschaft „Schutz vor geistigem Diebstahl im Internet“ fordern. Es gibt auch schon eine Art Replik von Don Alphonso, mit dem üblichen Schaum vorm Mund.

Wie am Netzwerk-Wochenende hier eine (ergänzte) Zusammenfassung der „Tweets“ von meiner Stippvisite beim Mediendialog. Weitere Meldungen sind mit dem Hashtag „#imd09“ und dem Suchbegriff „mediendialog“ abrufbar.

14 Uhr
Beyond Digital Rights Management (DRM)

Mit Dr. Dana Beldiman (Caroll, Burdick & McDonough LLP, Partner; Adjunct Professor at Bucerius Law School and Hastings College of the Law, California)

Beldiman: „Technology can be friend, enemy, business partner.“ What else is new?

Beldimans Vortrag („Beyond DRM“) hätte man fast genau so schon vor zehn Jahren halten können.

Beim Internationalen Mediendialog Hamburg wird sehr viel weniger getwittert als bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche 2009. Gibt’s keine guten Blackberry-Clients? ;-)

Innovative Brand-Building
Mit Andréa Mallard (Senior Brand Strategist, IDEO, München)

Mallard: Experts don’t have all the answers. Often it’s the naive question by a novice that creates the best ideas.

Mallard: It’s about …
Permission to be wrong.
Permission to fail.
Permission to have bad ideas.

Und:
Fail often.
Fail fairly.
Fail cheaply.

15.45 Uhr
Qualitätsjournalismus – künftig noch finanzierbar?

Mit Scott McDonald (Senior Vice President Research, Condé Nast, New York), Giovanni di Lorenzo (Chefredakteur DIE ZEIT, Hamburg), Mathias Müller von Blumencron (Chefredakteur DER SPIEGEL, Hamburg), Ulrich Reitz (Chefredakteur und Mitglied der Geschäftsleitung WAZ Mediengruppe, Essen), Moderation: Frank Thomsen (Chefredakteur stern.de, Hamburg)

Di Lorenzo: Wenn Sie herausfinden, wie Qualitätsjournalismus im Netz finanziert werden kann, geht diese Veranstaltung in die Mediengeschichte ein!

Müller von Blumencron: Die Presse nicht tot reden! Durchs Web erreichen SPIEGEL-Storys jetzt nicht „nur“ 5, sondern 10 Mio. Leser.

Di Lorenzo: Seien wir ehrlich: Regionalzeitungen sind in den letzten 10 Jahren durchs Sparen kontinuierlich schlechter geworden.

Müller von Blumencron: Medienleute hören sich immer gegenseitig zu. Dabei sollten sie lieber den Lesern zuhören, auch per Facebook & Twitter.

Di Lorenzo: Wir haben hierzulande eine mustergültige Medienlandschaft, für deren Erhalt der Kampf sich lohnt.

Di Lorenzo: Es war bei der ZEIT ein ungeheurer Kulturbruch, nicht mehr nur die Zeitung zu machen, die den Redakteuren gefällt – so wie es Jahrzehnte lang üblich war.

Di Lorenzo: Wenn ZEIT-Lesern vorab Titelseiten präsentiert werden, wählen sie stets den, der den Redakteuren weniger gefällt.

Von Frank Thomsen (Chefredakteur stern.de) abgefragter Konsens auf dem Podium: Noch mehr Sparen geht nicht.

16.30 Uhr
Braucht die Medienbranche eine Abwrackprämie?

Dr. Mathias Döpfner hätte gern ein Stück vom Google-News-Kuchen ab. Dabei dürfte schon der Traffic allein nicht zu verachten sein, der den Zeitungs-Sites durch Google News zugeschaufelt wird. Focus.de-Chefredakteur Jochen Wegner erklärte bei „Besser Online 2008“: “40 % des Traffics von Focus.de stammen von Google. Bei anderen sind es sogar 60 bis 70 %.”

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