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PC Magazine: Pixel statt Papier

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Den ursprünglichen offenen Brief, den Chefredakteur Lance Ulanoff am 19. November 2008 an seine Leser schrieb habe ich übersehen, die deutschen Blog-Reaktionen ebenso (Media-Blog: „PCMag: Go out of print or go out of business!“, UPLOAD: „‚PC Magazine‘ stellt Print-Ausgabe ein“, blog-O-rama, sehr hübsch: „PC Magazine wirft das Papierhandtuch“).

Vielleicht bin ich ein kleines bisschen mit Schuld am Sterben der Print-Version des PC Magazine, die ich jahrelang abonniert hatte: Dass die Januar-Ausgabe 2009 nach 27 Jahren (!) die letzte gedruckte ist, erfuhr ich bezeichnenderweise, als ich bei Zinio mein digitales Abonnement verlängern wollte.

Vielleicht wird es allmählich Zeit, Wetten abzuschließen, welches deutsche Traditions-Printorgan als erstes von „Online First“ auf „Online Only“ umschwenkt. Vielleicht Chip? Schon im April 2008 meldete internetworld.de: „Chip: Online- überholt Print-Umsatz“
, Meedia legte am 11. November 2008 nach: „Chip Online: Schon mehr Erlöse als im Print!“.

So sehr ich weiteres Print-Sterben bedauern würde, muss ich gleichzeitig feststellen, dass das E-Paper von PC Magazine ein verdammt guter Ersatz ist. Ich habe es mit Unterbrechungen seit 2005 abonniert und bin dadurch seitdem auch ein extrem zufriedener Kunde des digitalen Zeitschriftenvertriebs Zinio, über den ich bei Qype Folgendes schrieb:

*** SCHNIPP ***

Selbst als Online-Fan bin ich, was genüssliches Lesen anbetrifft, eigentlich immer noch „Old School“. Ich liebe das haptische Erlebnis, mich durch bedrucktes Papier zu blättern und dabei auf Themen zu stoßen, die ich online wahrscheinlich eher nicht angeklickt hätte (wären sie mir denn überhaupt begegnet).

Deswegen hatte ich viele Jahre lang die gedruckte Ausgabe der US-Computerzeitschrift „PC Magazine“ abonniert. Bis mir ca. 2005 Zinio begegnete. Dort gab es ein Jahresabo des Magazins zum Schnäppchenpreis (der betrug zwischenzeitlich mal $9,99 für ein Jahresabo, im Moment kosten zwölf Digitalausgaben $14,97).

Der Vorteil: Die digitale Version war nicht immer günstiger als die gedruckte Ausgabe (US-Abos werden oft zu Ramschpreisen verhökert), dafür erreichte sie mich aber schneller – oft ca. ein, zwei Wochen vor der Print-Version.

Man registriert sich dafür bei Zinio.com und lädt den „Zinio Reader“ herunter – ein beispielhaft ausgeklügeltes Stück Software, das automatisch neue Ausgaben der abonnierten Zeitschrift herunterlädt und mit einer komfortablen Benutzeroberfläche zum Lesen anbietet (inklusive einem grafisch nett gestalteten Umblättereffekt).

Ladet dieses Programm einfach mal runter, und probiert es mit den zahlreichen kostenlos verfügbaren „Probeheften“ aus – vielleicht gefällt es euch ebenso gut wie mir.

Trotz meiner Begeisterung für Zinio.com erfüllte es mich eben gerade mit einer gewissen Wehmut, als ich auf der Website PCMagazine.com lesen musste, dass es die Zeitschrift ab der Ausgabe Februar 2009 ausschließlich digital geben wird.

Ich hoffe, dass das Blatt vor allem bei seinen Tests den gewohnten Qualitätsstandard halten kann …

Mein Beitrag zu Zinio, LLC – Ich bin PJebsen – auf Qype

*** SCHNAPP ***

Written by Peter Jebsen

24. Dezember 2008 um 23:00

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