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Filmtipp: Bollywood-Klassiker „Pyaasa“ (1957)

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Indian Week“, die leider größtenteils an mir vorbeigegangen ist, sah ich gestern im Metropolis zumindest noch einen echten Klassiker: Er heißt „Pyaasa“ und wurde 1957 von Guru Dutt kreiert, der im Film auch überzeugend die Hauptrolle spielt.

Er verkörpert einen erfolglosen Dichter, der als Totgeglaubter zum Kultstar wird. Dutt ist ein üppiges, schön bebildertes Melodram in Schwarzweiß gelungen, in dem natürlich auch die damals schon üblichen Gesangsszenen nicht fehlen. Die Musik stammt von Sachin Dev (S.D.) Burman und brachte Sänger Mohammed Rafi 1958 in Indien den National Film Award als bester Playbacksänger ein. Das TIME-Magazin hat „Pyaasa“ zu einem der 100 besten Filme aller Zeit gekürt.

Für Bollywood-Interessierte (und nicht nur die!) ist der Streifen sehr sehenswert, auch wenn die Qualität der gestrigen Kinokopie stark zu wünschen übrig ließ. Auch sonst war das Metropolis gestern etwas verpeilt – die Getränketheke war zunächst nicht besetzt; und als die Kassendame dann endlich Zeit hatte, fand sie nicht den richtigen Schlüssel für den abgeschlossenen Kühlschrank.

Ansonsten ist es sehr erfreulich, dass das alte Savoy wieder geöffnet ist – es dürfte einer der angenehmsten Kinosäle Hamburgs sein.

„Pyaasa“ ist bei Amazon derzeit leider nicht auf DVD erhältlich, ein Exemplar ist aber laut Katalog in den Hamburger Bücherhallen ausleihbar.

Das Soundtrack-Album gibt es bei emusic als legalen Download (mit Hörproben), und zwar hier. Bei mir derzeit ein Dauerbrenner.

Schon im Kino war mein spontaner Lieblings-Song „Sar Jo Tera Chakraye“, der vom Komiker Johnny Walker gemimt und von Mohd. Rafi gesungen wird. Er ist untypisch klamaukhaft, aber sehr charmant. Bei YouTube kann man sich den betreffenden „Filmausschnitt“ anschauen:

Andere Stimmen zu „Pyaasa“

TIME: >> The writer-producer-director-star paints a glamorous portrait of an artist’s isolation through dappled imagery and the sensitive picturizing of S.D. Burman’s famous songs. <<

Mariakäfer: >> Durchzogen von Melancholie und Desillusion, bleibt der Film aber trotzdem gut anzusehen, da Guru Dutt seine Geschichte sehr feinfühlig und bewegend erzählt und vor allem einen technisch hervorragend gemachten Film liefert. Die Kamera ist beeindruckend und einige Szenen schlicht genial in ihrer Intensität. <<

Bollywood & Mehr: >> So mancher Klassiker konnte mich bereits nicht wirklich begeistern – doch Pyaasa ist ein Volltreffer. Ein faszinierender, tiefgründiger Film, mit einmaliger melancholisch-tragischer Atmosphäre, poetischen Bildern und Lyrics, der einen schnell in seinen Bann zieht – auch wenn er nicht allzu bewegend ist. <<

Mein Beitrag zu Bollywood-Film "Pyaasa" (Veranstaltungsreihe "Indian Week") – Ich bin PJebsen – auf Qype

Written by Peter Jebsen

16. November 2008 um 16:54

2 Antworten

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  1. […] dem Film “Pyaasa”, den ich separat besprochen habe. Hier ist der Filmausschnitt zum […]

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  2. […] Interessiert an Bollywood? Mehr Sozialgeschnatter zum Thema: “When I asked you to blow, why do you suck?” Paris? Hamburg? Beirut? Who Cares … It’s Bollywood!!! Indien liegt in Middlesex Filmtipp: Bollywood-Klassiker „Pyaasa“ (1957) […]

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