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Filmfest Hamburg 2008: Die Bilanz

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Das Filmfest 2008 war genau das: ein echtes Fest für Filmliebhaber. Durch den Wegfall des Grindel-Ufa wurden die meisten Filme im Cinemaxx gezeigt, was wegen der größeren Leinwände eine vortreffliche Alternative war. Die Organisation lief noch besser als im vergangenen Jahr, ich habe kaum Verspätungen erlebt.

Ärgerlich fand ich nur das Kleine Abaton als Vorführort, der stickige Miniraum passte nicht zu den großen Streifen, die darin gezeigt wurden.

Meine persönliche Filmbilanz zusammenzustellen, war in diesem Jahr einfach. Ich habe nämlich nach jedem Kinobesuch eine Minikritik an Twitter geschickt. Hier sind meine spontanen Kurzbewertungen (mit Punkten, wie bei Qype maximal fünf), eine Ausbeute aus einem Wochenende und fünf Abenden:

Die Schimmelreiter **** (D 2008): Mal lustiges, mal sentimentales norddeutsches Road-Movie mit Axel Prahl.

Ein Job **** (D 2008): Klamaukige Killer-Komödie über eine ukrainische Hitwoman in Hamburg. Sympathische NDR-Produktion. In diesen Film habe ich mich aus Versehen verlaufen (wollte eigentlich etwas anderes sehen), es hat sich aber gelohnt. Bei der Premiere war auch Ko-Star Vanessa Redgrave dabei.

The Visitor ***** (USA 2007): Uniprof wird in NYC durch illegale Einwanderer aus seiner Lethargie gerissen. Sensibel-humorvoll.

Lo mejor de mí/The Best of Me *** (ESP 2007): Dialoglastiges Beziehungsdrama mit grandioser Hauptdarstellerin.

Pazar – Der Markt **** (D/UK/KAS/TR 2008): Vergnügliche Geschichte eines Schwarzmarkthändlers in der Osttürkei.

Magazine Gap Road *** (HK 2008): Künstliches Drogen-Sex-Unterwelt-Frauendrama. Mehr Style als Content.

Frozen River ***½ (USA 2008): Spröde Frauenstory im winterlichen Upstate New York. Sundance-Jury-Gewinner.

Nowhere Man **** (B/NL/NOR/LUX 2008): Frustrierter Mitt-40er inszeniert Selbstmord. Originelle Aus- und dann wieder Einsteigerstory.

Sunshine Cleaning ***** (USA 2007): Erinnert an einen meiner Favoriten des Filmfests 2007, “Waitress” (“Jennas Kuchen”), geht aber u.a. ums Säubern von Leichenfundstellen und Tatorten. Perfekt!

Ein Shams/Eye of the Sun ** (EGY/MAR 2008): Improvisierter Low-Budget-Film. In Ägypten verboten, obwohl er dort am besten verstanden würde.

Riprendimi/Good Morning Heartache **** (I 2008): Doku-Projekt wird zur Real-Soap: quirlige italienische Beziehungsdramödie.

Karoy ** (KAS 2007): Nach “Borat” mal ein echter Film aus Kasachstan. Uneben wie die Landschaft, durch die der Anti-Held marodiert.

Trái Tim Bé Bóng/The Little Heart **** (VIET 2007): Eindringliches Drama über ein Mädchen vom Land, das in die Stadt verschachert wird.

Bachna Ae Haseeno **** (IND 2008): Kannte ich schon vorher aus dem Himalaya Palace in Southall (aka Little India) … typische bunte Bollywood-Liebeskomödie. Nix für Skeptiker, Fans werden es mögen.

Üç Maymun/Three Monkeys ** (TR/F/I 2008): Tristes Vierecksdrama mit unsympathischen Menschen, die sich anschweigen oder anbrüllen.

Tôkyô! ***** (JAP 2008): Jede der drei Episoden ist auf eine andere kreative Art und Weise visuell oder erzählerisch abgefahren.

Los/Cut Loose *** (B 2008): Nette, aber etwas holzschnittartige Multikulti-Love-Story mit einer farblosen Hauptdarstellerin.

Noodle ***** (ISR 2007): Zauberhafte, leichtfüßig inszenierte Komödie über einen in Israel gestrandeten chinesischen Sechsjährigen.

Naalu Pennungal/Four Women ** (IND 2007): Vier Frauengeschichten aus dem Kerala der 40er-60er (Malayalam). Höchstens “interessant”.

Blindness/Die Stadt der Blinden ***** (BRA/CAN/JAP 2008): Beklemmend, humorvoll, visuell spektakulär, stets ungewöhnlich. Mein Favorit! Es ist wunderbar, selbst als langjähriger Kinogänger immer mal wieder von solch außergewöhnlichen Filmen überrascht zu werden.

The Photograph **** (INDON 2007): Ruhig erzählte, schön bebilderte Geschichte eines Dorfmädchens und eines alten Fotografen.

Frygtelig Lykkelig/Terribly Happy **** (DK 2008): Stadtpolizist wird aufs Land strafversetzt. Konventionelle Psychokomödie.

Eldorado *** (B/F 2008): Wieder mal ein antiklimaktischer Abschlussfilm. Zwei liebenswerte Chaoten düsen durch Belgien. Ganz nett.

Mein Beitrag zu Filmfest Hamburg GmbH – Ich bin PJebsen – auf Qype

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Meine Bilanz des Filmfests 2007

3 Antworten

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  1. Gut, dass ich das noch lese. Three Monkeys war bei meiner Viennale Filmliste auch in der inneren Wahl. Jetzt freuts mich, dass ich ihn nicht genommen hab ;-)

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    joulupukki

    7. Oktober 2008 at 11:08

  2. […] Hashtags versehen habe, waren die Grundlage für Qype- und Blog-Beiträge – zum Beispiel #ffhh (Filmfest Hamburg 2008) und #gbbf08 (Great British Beer […]

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  3. […] Falls es interessiert: Hier ist meine Bilanz des 16. Filmfests Hamburg 2008. […]

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