www.Sozialgeschnatter.de

(beta)

Qype: Filmnächte am Millerntor – Open Air Kino im St. Pauli Stadion in Hamburg

with 4 comments

HamburgNachtlebenKinos

Vorgestern habe ich meine erste „Filmnacht am Millerntor“ erlebt. Sie war eine lobenswerte Ausnahme: Während im Pauli-Stadion sonst meist durch Synchronisation verstümmelte Filme gezeigt werden, durften wir heute die spanisch-argentinisch-mexikanische Koproduktion „Tapas“ (2005) im Original mit Untertiteln genießen. Eine zauberhafte Sommerkomödie über Leben, Lieben, Sterben, Schwitzen, Essen, Drogen und (ich scherze nicht!) Bruce Lee; mal amüsant, mal melancholisch.

Unter den von Qyperin frollein kritisierten harten Sitzbänken der neuen Tribüne litten wir nicht, da wir im Stehplatzbereich davor auf offenbar sehr viel bequemeren Mini-Campingstühlen saßen.

Vor dem Besuch einer der Filmnächte empfiehlt es sich, die Website der Veranstalter vom 3001 Kino zu konsultieren, da kurzfristige Programmänderungen vorkommen könnten. So entfällt die für Donnerstag, 31. Juli 2008, geplante Vorführung von „Keinohrhasen“. Die anderen derzeit schon bekannten Änderungen habe ich oben vermerkt.

Mein persönlicher Tipp ist am Samstag, 9. August 2008, „Om Shanti Om“. Dies ist ein Bollywood-Film, den ich selbst solchen Filmfans ans Herz lege, die glauben, Bollywood eigentlich nicht zu mögen. Es ist das zweite Werk der Regie-Newcomerin und Choreografie-Veteranin Farah Khan, deren Debüt „Main Hoon Na“ für mich beim Hamburger Filmfest 2004 die Einstiegsdroge in Sachen Bollywood war (und heute noch einer meiner absoluten Lieblingsfilme aller Zeiten ist).

Falls ihr mir nicht glaubt, hier ein paar Kritikerstimmen zu „Om Shanti Om“:

  • Tagesspiegel: “Shah Rukh Khan war der größte Star auf der diesjährigen Berlinale. (…) ,Om Shanti Om’ bietet den ganzen Charme, Witz und Glamour des indischen Kinos auf.“
  • FAZ: “(….) Shah Rukh Khan, ein Superstar, der für das indische Kino eine Bedeutung hat wie die Beatles, Bob Dylan und die Rolling Stones zusammen für den Rock ’n’ Roll oder Scorsese, Spielberg und George Lucas gemeinsam für Hollywood. (…) ,Om Shanti Om’ wird den internationalen Ruhm eher noch mehren. Was da in beinahe drei Stunden auf der Leinwand entfesselt wird, ist ein Farben- und Bewegungsfeuerwerk, wie es selbst ein bollywoodverwöhntes Publikum noch nicht gesehen hat. (…) Hier zelebriert sich ein Kino, das vor Selbstbewusstsein strotzt. Nur der Besuch von Madonna am kommenden Mittwoch könnte dieser indischen Invasion auf der Berlinale noch etwas entgegensetzen.“
  • filmdienst: “Farah Khans zweiter Film ist echtes Masala-Kino, in dem sich die unterschiedlichsten Genres zu einem ganz einzigartigen Mix zusammenfügen: Um die typische 70er-Jahre-Wiedergeburtsstory gesellen sich Elemente von Familiendrama, Actionkrimi, Lovestory, Coming of Age, Komödie, Film im Film und jede Menge großartiger Musiknummern. (…) Als ironische, aber nie distanzierte Hommage zelebriert ,Om Shanti Om’ das indische Kino.“
  • Hamburger Abendblatt: “Die Grausamkeit der Gier, die Unmöglichkeit der Liebe und einen ungeahnt selbstironischen Hauptdarsteller, all dies bringt Regisseurin Farah Khan hier in pralle 168 Minuten. Mehr geht nicht.“
  • Tip Berlin: ”,Om Shanti Om’ ist Romanze, zitierwütige Bollywood-Parodie und Hommage an (indische) Kinoträume gleichermaßen. Er lässt die derzeitigen Bollywood-Helden in unzähligen Tanzcameos ausgiebig sich selbst feiern und häutet sich in der letzten von knapp drei Stunden sogar noch zum Thriller um Rache und Reinkarnation.”

[Dieser Beitrag entstand unter dem Einfluss der Soundtrack-Alben zu „Om Shanti Om“, das ich einst im indischen Laden Lewal entdeckte, und „Main Hoon Na“, die zu meinen Lieblings-CDs aller Zeiten zählen.]

Mein Beitrag zu Filmnächte am Millerntor – Open Air Kino im St. Pauli Stadion – Ich bin PJebsen – auf Qype

4 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Na sowas! Ich war tatsächlich VOR Dir am Millerntor? Da bin ich jetzt aber baff! ^^

    Möchte hinzufügend dem Veranstaltungsteam noch meine Hochachtung aussprechen! War mit einem Rollstuhlfahrer dort und die Betreuung war ausgesprochen zuvorkommend und bemüht. Die Dame vom Kinoteam ließ uns sogar ihre private Handynummer, falls auf dem Weg zur Behindertentoilette irgendwelche Probleme auftauchen sollten. Ganz hervorragender, herzlicher und persönlicher Service!

    Gefällt mir

    joulupukki

    3. August 2008 at 23:39

  2. @joulupukki: Dass ich es vorher nicht zu den Millerntor-Filmnächten geschafft habe, liegt vor allem an der von mir beschriebenen Unsitte, synchronisierte Fassungen zu zeigen. ;-)

    Selbst für „Om Shanti Om“ werde ich das Stadion nicht ein weiteres Mal aufsuchen, da der Film, wie ich gerade erfuhr, in Hamburg später auch im Original gezeigt wird. ;-)

    Gefällt mir

    pjebsen

    4. August 2008 at 0:00

  3. Ja, ich erinnere mich. Purist & Feinschmecker. ^^
    „Om Shanti Om“ ist notiert, das sollte sich doch auch auf DVD auffinden lassen…

    Gefällt mir

    joulupukki

    4. August 2008 at 0:34

  4. @joulupukki: Es gibt gleich zwei Varianten – eine Special Edition mit zwei DVDs und eine Einzel-DVD.

    Gefällt mir

    pjebsen

    5. August 2008 at 0:23


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: