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Speisen nah am Wasser

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Sierksdorf

Das Restaurant Seehof ist von der Familie Kallmorgen, die das zauberhafte Ringhotel Seehof betreibt, an Thomas und Ivette Schall verpachtet worden. Die beiden liefern eine wunderbare gastronomische Abrundung der Wohlfühlatmosphäre, welche die Hotelgäste schon seit dem Einchecken gewohnt sind.

Wir kehrten dort am Samstagabend ein, der leider verregnet war – deswegen konnten wir entgegen dem Rat von Qyper Hotzenplotz nicht draußen sitzen. Die Tische im Restaurant mit direktem Meerblick sind offensichtlich von länger im Hotel residierenden Gästen umkämpft, weswegen mir Thomas Schall bei meinem freitäglichen Anruf keinen Fensterplatz garantieren konnte.

Es klappte dann zu unserer Freude trotzdem. Unser Gastgeber war ein Herr, der auf mich in punkto Ausstrahlung, Körpergröße und -sprache sowie Statur wie eine außerordentlich sympathische Version des Kellner-Charakters wirkte, den John Cleese u. a. in Monty-Python-Sketchen gibt. (Lieber Herr Schmökel, falls Sie dies lesen: Meine Bemerkungen sind als Kompliment gemeint! ;-) )

Ich war von der Speisekarte angenehm überrascht, da sie neben traditioneller regionaler Küche auch spannende Experimente bot. (Für mich ist es ein Indiz bestmöglichen Restaurant-Marketings, wenn ich mich schwer entscheiden kann und mir angesichts der vielversprechenden Auswahl schon vor der ersten Kostprobe sicher bin, dass ich das Restaurant mindestens noch ein zweites Mal ausprobieren möchte. ;-) )

Zuallererst gab es Brot mit Paprika-Frischkäse und Butter. Letztere schmeckte bei weitem nicht so frisch, wie wir es in einer ländlichen Gegend erwartet hätten.

Als Vorspeise wählte ich ein Lamm-Consommé mit hausgemachten Grießnocken und Gemüsestreifen (5,60 Euro). Geschmacklich wäre es vortrefflich gewesen, wenn nicht ein Tick zu viel Salz hinein geraten wäre.

Unter den vielen verlockenden Hauptspeisen (siehe Online-Speisekarte) entschied ich mich für das Butterfischfilet mit einer Ingwer-Wasabi-Kruste (dazu ein Risotto, veredelt mit Safran und Kardamom, garniert mit gebackenen Cherry-Tomaten, €16,80). Auch wenn das Gericht zu der Art von „Fusion“-Küche gehört, deren Anmutung der geschätzte Hotzenplotz nur als teilweise gelungen beschrieb, und auch wenn es offenbar etwas zu lang im Ofen war (siehe Fotos), hat es meinen Geschmacksnerv getroffen. (Will sagen: Ich empfehle den Butterfisch nicht uneingeschränkt weiter, mir persönlich mundete er aber vortrefflich.)

Meine Freundin hatte ein „hausgemachtes Rehgoulasch in einer Preiselbeeren-Wacholder-Sauce, mit Pilznudeln und glasierten Birnenspalten“ (15,80). Die Sauce war großartig. Aber das Rehfleisch enttäuschte, da etwa ein Viertel davon vollkommen ungenießbar, weil zu zäh und sehnig war. Die Nudeln schmeckten langweilig, da sie so zubereitet waren, dass das Pilzaroma nur als sporadischer Zaungast herauszuschmecken war.

In Sachen Wein wurde ich vom Kellner bestens beraten. Der Wein meines Vertrauens war ein vortrefflicher Sauvignon Blanc (0,5l: €9,50).

Als Dessert genoss ich ein “geeistes Süppchen von Lübecker Marzipan, mit Mandellikör verfeinert, dazu Amarettini“ (€4,80). Schaut euch die leckeren Fotos an, und jeder weitere Kommentar ist überflüssig. ;-)

Als Alternative zu den für sie unverträglichen laktosehaltigen Desserts der Speisekarte erhielt meine Freundin einen „Do-It-Yourself“-Nachtisch, den sie sich aus Erdbeeren, Amaretto und kandierten Mandelsplittern selbst kombinieren konnte.

Nach dem Dessert folgten wir dem Beispiel diverser Gäste, die gegen 22 Uhr in den Hotel-Park stürmten, da der Vollmond von dort aus besonders spannend aussah (siehe Foto). Danach ging es für einen Absacker ins Lütt Hus.

Fazit: Wäre es möglich, würde ich dem Restaurant viereinhalb Punkte geben – u. a. wegen des souveränen Herrn Schmökel. Fünf Punkte wären aufgrund der beschriebenen Mängel übertrieben, daher vergebe ich sehr positiv gemeinte vier Punkte. ;-)

Mein Beitrag zu Restaurant Seehof – Ich bin PJebsen – auf Qype

Written by Peter Jebsen

21. Mai 2008 um 4:35

Eine Antwort

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  1. Risotto ordentlich in Form gebracht.

    Gefällt mir

    nuesschen

    25. Mai 2008 at 17:48


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