Archive for the ‘Vernetztes’ Category

So war “Besser Online 2014″: Die Twitter-“Presseschau” zu #djvbo

20. Oktober 2014

“Das Netz in die Hand nehmen” lautete am Samstag der Titel der Tagung “Besser Online”, den wir als Bundesfachausschuss Online-Journalisten des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) in diesem Jahr zum zehnten Mal organisierten. Trotz Bahnstreiks kamen rund 300 Gäste in die Berliner Kalkscheune.


Ich habe hier interessantesten Tweets zu folgenden Diskussionen und Vorträgen zusammengestellt (getwittert mit Hashtag #djvbo):

Jeff Jarvis goes Howard Beale: “I’m as mad as hell, and I’m not going to take this anymore!”

25. Juli 2011

Ich habe den „Shit Storm“, den Journalismusprofessor Jeff „Fuck you, Washington!“ Jarvis in der Nacht von Samstag auf Sonntag per Twitter startete, live miterlebt. Und fühlte mich sofort an Howard Beales berühmte Ansprache in Sidney Lumets Mediensatire „Network“ erinnert:

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Jede Politik hat die Hauptstadtjournalisten, die sie verdient

30. März 2011

Jede Politik hat die Journalisten, die sie verd…, posted with vodpod


Bemerkenswert, wie hier Christoph Steegmans, Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung, die Fassung behält (nachzulesen bei Carta).

Klasse ist auch Sabine Adler, die wissen will, ob man jetzt Land für Land nach Reiseplänen fragen muss (12:06). Als Steegmans der Dame ihren Job erklärt, antwortet die Politikjournalistin des Jahres: “Wieder was gelernt! Danke.”

Hier ist fast schon Fremdschämen angesagt.
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Offener Brief von Sixtus: Verlegerschelte … und ein bisschen Gewerkschafts-Bashing

30. Dezember 2010

Der geschätzte Kollege Mario Sixtus hat bei CARTA die sehr lesenswerte Tirade “Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?” veröffentlicht, in der er bei aller Polemik viel Richtiges sagt. Zum Beispiel: “Die Öffentlich-Rechtlichen sind aufgrund ihrer Gebührenfinanzierung eure erklärten Todfeinde, andererseits wollt ihr euch in gebührenfinanzierte Verleger verwandeln? Ja, habt Ihr denn überhaupt keinen Stolz?” Oder: “Google spült euch die Hälfte eurer Besucher auf die Seiten und jetzt sollen sie dafür bezahlen? Das ist in etwa so, als würde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen.”

Leider kann er sich dabei auch das übliche Gewerkschafts-Bashing nicht verkneifen. Er irrt, wenn er behauptet: “Die Gewerkschaften habt ihr schon auf eurer Seite. Das ist kein Wunder. Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban.”
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“Europe’s Leadership Deficit”: Who Needs WikiLeaks for ‘Revelations’ Like This?

20. Dezember 2010

A few weeks ago, there has been a silly uproar in Germany about candid statements by U.S. diplomats regarding local politicians which were ‘leaked’ by WikiLeaks.

Those ‘revelations’ had little news value. Anybody of sound mind already knew that Chancellor Angela Merkel is an aimless opportunist, and that Foreign Minister/Vice Chancellor Guido Westerwelle is a windbag.
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Das Programm von „Besser Online 2010“ steht

24. September 2010

„Zwischen Paid Content und Gratiskultur – wer zahlt für Journalismus im Netz?“ So lautet die Frage, die beim Eröffnungspodium der Tagung „Besser Online“ am Samstag, 9. Oktober 2010, beim Bayerischen Rundfunk in München diskutiert wird. Und zwar von Dr. Ralf Bremer (Senior Manager Communications and Public Affairs, Google Germany), Andreas Popp (Stellvertretender Vorsitzender Piratenpartei Deutschland), Prof. Dr. Robert Schweizer (Justiziar Hubert Burda Media), Jochen Wegner (Chefredakteur FOCUS Online) und Dr. Anja Zimmer (Geschäftsführerin DJV NRW).

Kontrovers dürfte auch das Abschlusspodium „Wie frei ist das Internet?“ werden, das sich unter anderem um Google StreetView dreht. Dabei sind neben Bremer (Google) und Popp (Piratenpartei) Stefan Endter (Geschäftsführer DJV-Landesverband Hamburg), Dirk von Gehlen (Redaktionsleiter jetzt.de) und Henning Krieg (Fachanwalt für IT & E-Commerce, kriegs-recht.de). Es moderiert mein geschätzter Kollege Albrecht Ude.
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Nachtrag zu “Twitter und Facebook sind nichts für Soziologen und Journalisten”

4. November 2009

Gerhard vom Blog Profilneurosen wies in einem Kommentar zu meinem Blog-Beitrag “Twitter und Facebook sind nichts für Soziologen und Journalisten” auf seinen eigenen Blog-Artikel “Lebenswelt Facebook” hin.

Darin heißt es u. a.: >> Genau dieser Umstand [dass man seine Facebook-Statusmeldung nicht an bestimmte “Zielgruppen” schicken kann] ist der Punkt, warum sich viele Essayisten über die Kakophonie auf Facebook beschweren. Es geht weniger um die Summe der Äußerungen, sondern um Belanglosigkeit oder erzwungenes Entertainment. Belanglosigkeit wird aber knallhart bestraft, indem eben nichts passiert. Keine Kommentare, keine “like it” Klicks, einfach nur Liebesentzug. <<
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Best of SZ-Magazin „Wozu Zeitung?“: Die Tageszeitung ist nicht tot. Sie riecht nur streng.

9. Mai 2009

Süddeutsche Zeitung Magazin (Nummer 19, 8. Mai 2009)

Süddeutsche Zeitung Magazin (Nummer 19, 8. Mai 2009)

Falls ihr die extrem lesenswerte monothematische Spezialausgabe des „Süddeutsche Zeitung Magazins“ zum Thema „Wozu Zeitung?“ verpasst habt und euch nicht auf der Magazin-Website durchklicken wollt, sind hier ein paar Highlights. Ich habe schon beim Lesen darüber getwittert – hier etwas ausführlicher:

S. 4: „Auflage“. Richtiger Satz von Georg Diez, Autor des „Süddeutsche Zeitung Magazins“, übers Totsparen: „Erst verschwindet die Qualität, dann die Zeitung.“

S. 6: „Christian Science Monitor“. Redaktionsleiter John Yemma: „In den mittelgroßen Städten der USA werden die Zeitungen bereits in ein, zwei Jahren ins Internet abgewandert sein – außer der Sonntagsausgabe und womöglich einem Boulevardblatt, das an der U-Bahn ausliegt.“

S. 10: „Google“. Medienwissenschaftler Jeff Jarvis: „Nicht die Zeitungen sind wichtig für die Demokratie, der Journalismus ist es. Leider wollen das einige Leute nicht zur Kenntnis nehmen und nur ihre Besitzstände verteidigen.“
Und: „Eine Regionalzeitung braucht im Internet keinen eigenen Kinokritiker mehr. Wozu Filme besprechen, die im Internet und auch in den großen Zeitungen schon dutzendfach besprochen wurden? Im Internet gilt die Maxime: Tu nur das, was du am besten kannst. Für alles Übrige gibt es Links.“
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Verbale Blähungen bei heise resale

29. April 2009

Damian Sicking veröffentlichte am gestrigen Dienstag bei heise resale einen unterhaltsam polemischen Artikel mit der Headline „Twittern ist wie pupsen“ (hätte mir noch besser gefallen, wenn Damian das „P“-Wort korrekterweise groß geschrieben hätte) und mit dem Untertitel „’Geschnatter’ statt ‚Gezwitscher’“.

Gegen „Geschnatter“ (und vor allem gegen Sozialgeschnatter) habe ich selbstverständlich überhaupt nichts – dennoch sind hier ein paar Anmerkungen zum Pups-Artikel.
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TweeterGetter: Noch ein Twitter-Spammer

22. März 2009

In den letzten Tagen habe ich den Dienst TweepMe erwähnt, bei dem man sich Abonnenten für seine eigenen Twitter-Nachrichten kaufen kann (“TweepMe: ‘There’s a sucker born every minute’ (Twitter-Scam)” und “Everything You Always Wanted to Know About #TweepMe … But Were Afraid to Ask”).

Es gibt noch einen ähnlichen Dienst namens TweeterGetter. Der ist kostenlos, aber nicht minder gefährlich: Um ihn zu nutzen (keine Ahnung, warum man das wollen sollte), muss man dem Betreiber sein Twitter-Passwort geben. Das nutzt dieser sofort, um im Namen des Neukunden Promo-Spam zu verschicken. Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen fehlen auf der Seite.

Mehr zum Thema findet ihr im Blog von Joachim Dethlefs: “Warum die 20000 versprochenen Follower bei tweetergetter.com ein Hoax sind”.


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