Wegen eines falschen Missbrauchsvorwurfs gegen einen früheren Politiker musste gestern BBC-Chef George Entwistle zurücktreten (u. a. ZEIT Online berichtete). Bemerkenswert ist, wie die BBC mit dem Fall umging: John Humphrys, Moderator von BBC Radio 4, demontierte gestern vor dessen Rücktritt seinen eigenen Chef in einem gnadenlosen Interview. Entwistle musste sich zahlreiche für ihn sehr peinliche Fragen stellen lassen, etwa: “Do you not read the papers?” Das Anhören lohnt sich! Ansonsten gibt es hier auch eine Abschrift. (weiterlesen…)
>> Insgesamt belaufen sich die Ausgaben des Bundespräsidenten auf etwa 4,6 Millionen Euro jährlich. (…) Für Personal und Verwaltung sind insgesamt Ausgaben in Höhe von knapp 18 Millionen Euro jährlich veranschlagt. 87 Beamte und 80 sonstige Arbeitnehmer werden für Wulff arbeiten. << (dpa/tagblatt.de am 2. Juli 2010)
The “Grab Life by the Balls” bill:
* Subsidies to reduce costs of cigarettes in half
* Helmets outlawed
* Anything legal if snorted
* All doors removed from public buses
Ich habe den „Shit Storm“, den Journalismusprofessor Jeff „Fuck you, Washington!“ Jarvis in der Nacht von Samstag auf Sonntag per Twitter startete, live miterlebt. Und fühlte mich sofort an Howard Beales berühmte Ansprache in Sidney Lumets Mediensatire „Network“ erinnert:
Mit gewohnter Bissigkeit präsentierte sich der 83-jährige Literaturnobelpreisträger Günter Grass am Samstag als Gastredner der Jahreskonferenz 2011 des Netzwerks Recherche. (weiterlesen…)
Bemerkenswert, wie hier Christoph Steegmans, Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung, die Fassung behält (nachzulesen bei Carta).
Klasse ist auch Sabine Adler, die wissen will, ob man jetzt Land für Land nach Reiseplänen fragen muss (12:06). Als Steegmans der Dame ihren Job erklärt, antwortet die Politikjournalistin des Jahres: “Wieder was gelernt! Danke.”
Hier ist fast schon Fremdschämen angesagt. (weiterlesen…)
Es ist sicherlich eine besondere Herausforderung, in einem wöchentlichen Print-Magazin angemessen über eine unübersichtliche Situation wie in Ägypten zu berichten. Dennoch: Etwas mehr Mühe hätte sich DER SPIEGEL in der noch aktuellen Ausgabe (Nr. 6/7. 2. 11) schon geben können.
Er verplempert eine komplette Seite (S. 82, leider nicht frei online) auf ein Interview mit dem republikanischen US-Senator John McCain, ohne ihn auch nur andeutungsweise zu fragen, wie er heute die jahrzehntelange finanzielle und militärische Unterstützung von Muhammad Husni Mubaraks Regime durch die USA beurteile. (Das Handelsblatt nennt heute wieder die bekannte Zahl: „Washington unterstützt das ägyptische Militär mit jährlich 1,3 Milliarden Dollar.“) (weiterlesen…)