Reiner Calmund antwortet seinen Kritikern – und irrt

Reiner Calmund

Reiner Calmund (2002) – Foto: Tobias Koch (Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Reiner Calmund hat heute auf seiner Website eine Stellungnahme zu seiner Jubiläumsrede beim Express veröffentlicht. Er teilt darin gegen seine Kritiker aus:

Nach dem Vortrag gab es von den Mitarbeitern und der Geschäftsführung Beifall und ausschließlich Zustimmung. Auch in den anschließenden Einzel-Gesprächen gab es keinerlei Kritik. Daher verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass mich einige hier bewusst missverstehen wollen.

Die Lektüre der Rede zeigt, dass die ursprüngliche Darstellung von ver.di Köln in manchen Punkten verkürzt war. Dennoch sind einige Passagen der Calmund-Rede bedenklich. So sagte er:

Ich jedenfalls kenne weder einen Arbeitnehmer noch einen Selbstständigen, der mit 35-40 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit erfolgreich ist.

Calli kennt offenbar nur Leute, die kein vernünftiges Zeitmanagement betreiben.

Und er demonstriert, dass er anscheinend nicht immer weiß, wovon er spricht:

Genauso wichtig ist jedoch, dass die Vertreter der Arbeitnehmer, die oft seit vielen Jahren von der Arbeit für die Gewerkschaft freigestellt sind, für das Unternehmen keine unzumutbaren Forderungen stellen und Erfolg und Existenz des Betriebes gefährden und damit Arbeitsplätze vernichten. Denen muss man dann den Stecker ziehen, sonst kann man irgendwann die Rollladen runter lassen und aus der Konservendose essen.

Sollte er hier von freigestellten Betriebsräten reden: Sie arbeiten nicht für “die Gewerkschaft”, sondern für ihr Unternehmen. Das bezahlt sie dafür, dass sie unter anderem der Geschäftsleitung gegenüber die Interessen ihrer Kollegen vertreten. Betriebsräte müssen noch nicht mal Gewerkschaftsmitglieder sein.

Es ist keine Schande, das Betriebsverfassungsgesetz nicht zu kennen. Dann soll man sich aber auch nicht zum Thema äußern.

Vorherige Beiträge
Reiner Calmund: Pöbeln gegen Arbeitnehmerrechte
Reiner Calmund vs. Arbeitnehmer: Ein paar Fußbälle zu viel an den Kopf bekommen?
Nach Reiner Calmunds Brandrede: Alle gegen Calli (Presseschau zum “wendigen Breitband-Mietmaul”)

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Eine Antwort to “Reiner Calmund antwortet seinen Kritikern – und irrt”

  1. Reiner Calmund vs. Arbeitnehmer: Ein paar Fußbälle zu viel an den Kopf bekommen? | www.Sozialgeschnatter.de Says:

    […] am 20.12.2013: In einer Stellungnahme legt Reiner Calmund Wert auf die Feststellung, dass er für die Rede nicht bezahlt worden […]

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