Nach Reiner Calmunds Brandrede: Alle gegen Calli (Presseschau zum “wendigen Breitband-Mietmaul”)

Reiner Calmund

Reiner Calmund (2002) – Foto: Tobias Koch (Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Die Berichterstattung über Reiner Calmunds Pöbeln gegen Arbeitnehmerrechte hat mittlerweile die Bloggerszene verlassen und ist auch bei größeren Medien angekommen. Eine Online-”Presseschau”:

  • 18.12.2013 – T-Online: “Betriebsräten den Stecker ziehen”: Reiner Calmund irritiert DuMont-Beschäftigte

    Herzhafter Sprung in einen gigantischen Fettnapf: Ex-Fußballmanager Reiner Calmund hat auf einer Betriebsfeier des Kölner Zeitungsverlags M. DuMont Schauberg den Motivationsguru gespielt. Doch seine Brandrede sorgte für Befremden: Denn er sprach von Extraleistung ausgerechnet in einem Unternehmen, bei dem 84 Leute vor dem Rauswurf stehen. Und verteidigte seinen Ausrutscher später auch noch.

  • 18.12.2013 – Saarländischer Rundfunk: Empörung nach Calmund-Auftritt in Verlagshaus

    Ausgerechnet bei M. DuMont Schauberg (MDS) – ausgerechnet in dem Medienhaus, das im September verkündet hatte, 84 Arbeitsplätze abbauen und gut 90 Stellen auslagern zu wollen, forderte der ehemalige Fußball-Manager und Wahl-Saarländer Reiner Calmund von Beschäftigten in derbem Ton mehr Leistung ein.

  • 17.12.2013 – DWDL.de: “Arbeiten, arbeiten, arbeiten” – DuMont: Calmund sorgt für Ärger statt Motivation

    Wenig besinnliche Töne kurz vor dem Weihnachtsfest beim “Express-Frühstück” im Betriebsrestaurant. Wenige Tage später hatte der Betriebsrat darüber informiert, dass das Unternehmen am Standort Köln betriebsbedingte Kündigungen und die Zerschlagung des Verlages plane.

  • 17.12.2013 – politikinstitut.de: Umstrittene Äußerungen über Medien-Arbeitnehmer: Überall schreibt “Offenen Brief” an Calmund

    Den Versammlungsraum eines Medienhaus sollte man nicht verwechseln mit einer Spielerkabine. Denn bei den Medien verdienen die angeblichen Minderleister im Monat wahrscheinlich nicht so viel, wie Sie für einen solchen Vortrag vereinnahmen. Da klingt es schon ziemlich dekadent aus Ihrem Munde, dass man nicht nur seinen Arbeitsvertrag einhalten solle. (PDF)

    Calmunds telefonische Reaktion:

    Er habe eine ausgewogene Ansprache gehalten, wo er auch die Unternehmensleitung dazu aufgerufen habe “realistische Forderungen an die Arbeitnehmer”zu stellen.

  • 17.12.2013 – StadtRevue-Blog: DuMont und Reiner Calmund (Dokumentation des o. g. Briefes, mit kritischem Leserinnenkommentar)
  • 17.12.2013 – SPIEGEL Online: “Briefmarke auf den Hintern”: Verwunderung über Calmunds Auftritt beim “Express”

    Die Kollegen hätten sich befremdet angeschaut, sagt eine Mitarbeiterin, die bei der Rede dabei war. “Wir waren peinlich berührt, haben uns fremdgeschämt.” Ärger habe Reiner Calmund vor allem deshalb hervorgerufen, weil seine Rede den Eindruck erweckte, die Mitarbeiter würden sich nicht genug für den Verlag einsetzen.

    “Calmund selbst versteht nicht, warum sich die Mitarbeiter von seiner Wortwahl gestört fühlten. “Da muss man auch manchmal Deutsch sprechen. Das kann man manchmal nicht so Wischiwaschi machen”, sagt er. Seine Rede hält Calmund für angemessen. “Man kann heute nicht mehr die Einstellung haben, Überstunden seien unnötig.”

  • 16.12.2013 – MEEDIA: Ex-Fußballmanager Calmund als Motivationsguru beim Express: “Callis” Kantinen-Brandrede bei DuMont

    Die überlieferten Calmund’schen Aufrüttelsätze vereinen alle diese Themenkomplexe quasi in einer Nussschale. Sie klingen dabei leider nur so, als ob sie vor vielen Jahren schon gegenüber den Spielern von Reiner Calmunds ehemaliger Wirkungsstätte Bayer 04 Leverkusen gefallen sein könnten. Mit dem Unterschied freilich, dass Fußballprofis etwas besser entlohnt werden als Verlagsmitarbeiter.

  • 16.12.2013 – Deutscher Journalisten-Verband (DJV): M. DuMont Schauberg: Billigredner im Sinkflug

    Verlagsmitarbeiter erhalten nicht nur die Kündigung, sondern darüber hinaus auch noch eine saftige Beschimpfung dafür, dass sie ihren Job gemacht haben? Mieser geht’s nicht mehr. Was sagt eigentlich Alfred Neven DuMont zu dem “Kulturwandel”?

  • Auch auf Reiner Calmunds Facebook-Seite nehmen die Proteste zu.

    Bei der Suche nach Calmund-Links stieß ich übrigens auf die NachDenkSeiten, von denen ich, wie ich gestehen muss, vorher noch nie gehört hatte. Bis jetzt fanden durch eine heute Morgen erfolgte Verlinkung der NachDenkSeiten zu meinem ersten Calmund-Artikel über 500 Leser zu meinem Blog. Das ist im aktuellen Fall der absolute Rekord. Ich werde diese Website künftig im Auge behalten – klingt interessant.

    Schlagwörter: , , ,

    Eine Antwort to “Nach Reiner Calmunds Brandrede: Alle gegen Calli (Presseschau zum “wendigen Breitband-Mietmaul”)”

    1. Reiner Calmund antwortet seinen Kritikern – und irrt | www.Sozialgeschnatter.de Says:

      […] (beta) « Nach Reiner Calmunds Brandrede: Alle gegen Calli (Presseschau zum “wendigen Breitband-Mie… […]

    Kommentar verfassen

    Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

    Google+ photo

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

    Verbinde mit %s


    Folgen

    Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

    Schließe dich 1.622 Followern an

    %d Bloggern gefällt das: