Ist Germany’s Next Topmodel frauenfeindlich?

Heidi Klum at The Heart Truth Fashion Show 2008 (Author: The Heart Truth /  License: CC-BY-SA-2.0)

Heidi Klum at The Heart Truth Fashion Show 2008 (Author: The Heart Truth / License: CC-BY-SA-2.0)

Der von mir sehr geschätzte Hamburger Blogger Christian Rieger veröffentlichte heute den Beitrag “Eure Bigotterie ist abstoßend!”, in dem er über “Germany’s Next Topmodel 2013″ herzog: >> Ganz unbemerkt wird hingenommen, dass diese Sendung einzig dazu dient, Frauen zu Objekten zu machen. Das Ganze ist an sich wenig glamourös. Frauen verkaufen ihren Körper. Nicht mehr, nicht weniger. Die Frauen werden auf ihr äußeres reduziert. Das ist es, was die Kandidatinnen anstreben und vom Sender sowie dem Millionenpublikum (überwiegend Frauen) gefördert wird. <<

Meine Replik:

Christian, du scheinst Trash-TV nicht sehr gut zu kennen. Die Protagonistinnen, die sich bei GNTM freiwillig bloßstellen lassen, werden nicht nur auf ihr Äußeres reduziert. Das allein wäre für Trash-TV sehr langweilig. Besonders unterhaltsam ist GNTM dadurch, dass die Damen auch die Verbalauswürfe ihres offenbar eher hohlen Inneren präsentieren dürfen.

Inwieweit schadet das der Gleichberechtigung?

Das so genannte Prekariats-TV hat auch kein Problem damit, saufende, gröhlende, geifernde, sabbernde Primaten bei Vatertagsausflügen oder in den regelmäßigen Investigativreportagen von RTL 2 & Co. über Flatrate-Bordelle oder Swingerclubs zu zeigen. Dieses Männerbild gefällt mir nicht. Aber ich gehe nicht so weit, solche Sendungen als “männerfeindlich” zu bezeichnen. Manche meiner Geschlechtsgenossen sind halt so.

Die Frauen, die in GNTM auftreten, sind allesamt wahlberechtigt. Wenn du ein Problem damit hast, dass sie sich bei ProSieben zu Volldeppinnen machen, wie kannst du ihnen dann zutrauen, über die politische Zukunft unseres Landes mitzubestimmen?

GNTM ist ebenso wenig wie etwa DSDS, BSF (“Bauer sucht Frau”), “Schwiegertochter gesucht” und “Schwer verliebt” ein neues Format. Wer mitmacht, sollte wissen, worauf er/sie sich einlässt.

Wenn nicht: selber schuld! Er/sie darf ja auch wählen (s. o.).

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