„Hajusom in Bollyland“: Im Multikulti-Wechselbad der Gefühle

"Hajusom in Bollyland" auf KampnagelDas war heute ein spannender Abend auf Kampnagel: Im Rahmen des Multikulti-Kunstprojekts Hajusom zeigten junge Flüchtlinge und Migranten von 11 bis ca. 26 Jahren die Musik-Theater-Tanz-Performance „Hajusom in Bollyland“.

In anderthalb Jahren Vorbereitungszeit wurde das 90-minütige Stück vom Team selbst entwickelt. Es illustriert darin die Rasas der klassischen indischen Ästhetik.

Die indische Tänzerin, Sängerin und Choreografin Varsha Takur erläuterte dazu in ihren charmanten Moderationen: Rasas sind acht Grundstimmungen (Liebe, Lachen, Kummer, Heldentum, Angst, Ekel, Wut, Staunen), die sich bis heute durch die indische Kultur ziehen (Theater, Tanz, Musik, Literatur, bildende und, ja, sogar Bollywood).

In der Hajusom-Version geschieht das mit Spielfreude, Witz und Engagement. Und ernsten Momenten, wenn die Performer nämlich bei der Inszenierung des Rasas autobiografische Elemente durchleben.

Besonders unterhaltsam sind neben den Gesangs- und Tanzeinlagen eingespielte O-Töne aus den Bollywood-Filmen „Fanaa“, „Om Shanti Om“ und „Kabhi Khushi Kabhie Gham…“, die den Hajusom-Akteuren als Playback für nachgespielte Filmszenen dienen.

Die Live-Musik stammt von Sitar-Spieler Ashraf Sharif Khan und Viktor Marek, der unter anderem per Sampler und Moog-Synthesizer für stimmungsvolle Effekte und stramme Beats sorgte.

Leider sind die letzten beiden Abende (Freitag und Samstag, 14./15. Januar 2011) schon ausverkauft. Hier zumindest ein Mini-Clip der finalen Bollywood-Tanzszene:

Stimmen zu „Hajusom in Bollyland“:
Premierenkritik im Hamburger Abendblatt
Proben-Reportage von Birgit Reuther im Hamburger Abendblatt
Knut Henkel in der taz Nord
“Der Prototyp des 21. Jahrhunderts”, eine wunderbare Würdigung (Elske Brault)

Interessiert an Bollywood? Mehr Sozialgeschnatter zum Thema:
“When I asked you to blow, why do you suck?”
Paris? Hamburg? Beirut? Who Cares … It’s Bollywood!!!
Indien liegt in Middlesex
Filmtipp: Bollywood-Klassiker „Pyaasa“ (1957)

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